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23.09.2016 15:54 Uhr

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Von Dresden bis New York: Theaterprojekt mit Rimini Protokoll

Berlin (dpa) Mit der Smartwatch zu griechischen Götterstatuen: In einem bisher einmaligen Gemeinschaftsprojekt erforschen vier renommierte Theater in München, Düsseldorf, Dresden und Zürich den Zustand der Demokratie. Gemeinsam mit dem Theaterkollektiv Rimini Protokoll entwickeln sie Stücke ("Staat 1-4") zu aktuellen Themen wie Geheimdienst, Großbaustellen oder Internet.

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Die Autoren des Rimini Protokolls Imanuel Schipper und Helgard Kim Haug stellen in Berlin ihr neues Projekt vor.

© dpa

"Die vier Projekte sollen nicht nur nebeneinander stehen, sondern zueinander sprechen", sagte Initiator Bernd Scherer vom Berliner Haus der Kulturen der Welt. Gemeinsam mit den Theaterintendanten stellte er das "große Experiment" am Freitag in Berlin vor.

Beteiligt sind die Münchner Kammerspiele, das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Staatsschauspiel Dresden und das Schauspielhaus Zürich. Das erste Stück "Top Secret International" soll auf Initiative des Goethe-Instituts Anfang 2017 auch in New York zu sehen sein. Abschluss ist 2018 in Berlin geplant.

Für die Theatermacher von Rimini Protokoll ist eine so breite und langfristig angelegte Kooperation ebenfalls Neuland. "Das gibt uns die Chance, von vornherein auf vier Inseln zu blicken und zu versuchen, sie zu verbinden und betretbar zu machen", sagte Gründungsmitglied Helgard Kim Haug.

Das erste Stück, das am 9. Dezember in München Premiere feiert, setzt sich nach NSA-Affäre und abgehörtem Merkel-Handy mit dem globalen Netz der Geheimdienste auseinander. Zwischen den antiken Statuen der Münchner Glyptothek sollen die Besucher über eine Smartwatch selbst zu Mitspielern und Rechercheuren werden.

München sei als Noch-Sitz des Bundesnachrichtendienstes (BND) für das Thema besonders prädestiniert, sagte Kammerspiele-Intendant Matthias Lilienthal. "Mich interessiert, herauszufinden, was hinter diesen Mauern passiert."

Der Düsseldorfer Themenschwerpunkt Großbaustelle soll nach Angaben von Intendant Wilfried Schulz dem Zusammenspiel von internationalem Kapital und Politik nachgehen. Dresden will laut Intendant Joachim Klement erkunden, ob und wie das Internet die Demokratie gefährdet.

Und in Zürich geht es dem geschäftsführenden Dramaturgen Andreas Karlaganis zufolge am Beispiel des Weltwirtschaftsforums in Davos um neue Besitz- und Machtverhältnisse. Alle vier Stücke sollen abschließend im Frühjahr 2018 in Berlin erlebbar sein. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) fördert das Projekt.

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