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23.09.2016 17:23 Uhr

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Naturschauspiel in Linum: Glücksvögel auf Tour

Linum (mae) Die Tage werden deutlich kürzer, die Temperaturen zumindest in der Nacht kühler, die Blätter an den Bäumen bunter. Wenn sich der Herbst in den schönsten Farben zeigt, beginnt die Kranichzeit.

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Der abendliche Kranicheinflug ist immer besonders nett anzusehen.

© Archiv/MZV

Zurzeit rasten im Rhinluch tausende Kraniche auf ihrem Flug von Skandinavien in die Winterquartiere in Südeuropa. Sie wecken das Interesse vieler Menschen. Wer sich einmal mit dem Virus Kranich infiziert hat, der kommt in der Regel nicht mehr los. Denn die Vögel des Glücks zu beobachten, ist ein unvergessliches Naturerlebnis. Was die mächtigen Vögel besonders am Himmel präsentieren, gleicht einem Naturschauspiel in mehreren Akten.Besonders der abendliche Einflug der Kraniche zieht Besucher magisch an. Sie kommen dick eingemummelt und mit festem Schuhwerk, denn in den Linumer Teichgebieten wird es morgens und abends der Feuchtigkeit wegen ziemlich ungemütlich. Deshalb ist wetterfeste Kleidung ein Muss. Tagsüber sind die Kraniche auf den umliegenden Feldern anzutreffen. Hierfuttern sie sozusagen auf Vorrat, um sich auf ihren langen Weg in Richtung Süden vorzubereiten.

Die Schönheit der Kraniche und ihre spektakulären Balztänze haben schon in früher Zeit die Menschen fasziniert. In der griechischen Mythologie war der Kranich Apollon, Demeter und Hermes zugeordnet. Er war ein Symbol der Wachsamkeit und Klugheit und galt als "Vogel des Glücks". In China stand er für ein langes Leben, Weisheit, das Alter sowie die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Auch in Japan ist der Kranich ein Symbol des Glücks und der Langlebigkeit.

Die Geschlechter rein äußerlichzu unterscheiden, ist recht schwierig. Männchen sind jedoch durchschnittlich etwas größer als Weibchen. Erstere wiegen fünf bis sieben Kilogramm, letztere fünf bis sechs. Der Kranich erreicht eine Höhe von 110 bis 130 Zentimetern. Die Flügelspannweite beträgt etwa 220 bis 245 Zentimeter. Kein Wunder, dass sie majestätisch wirken.

Der NABU bietet im Herbst von der Storchenschmiede Linum aus zahlreiche Führungen und Veranstaltungen an, die Besuchern die Kraniche näher bringen. Und nicht nur Kraniche können am Himmel beobachtet werden, auch Gänse untermalen das Naturspektakel.Führungen werden vor allem deshalb angeboten, um Störungen der empfindlichen Vögel zu vermeiden. Die ehrenamtlichen Kranichführer kennen sich bestens aus. Zudem vermitteln die vielen Helfer Interessantes über Kraniche und Gänse. Beispielsweise, dass an Sammel- und Rastplätzen ein fester Tagesrhythmus herrscht. Nachdem die Kraniche nachts im flachen Wasser geschlafen haben, suchen sie mit der ersten Dämmerung rufend Kontakt und schütteln das Gefieder frei. Etwa bei Sonnenaufgang fliegen sie ab oder ernten in Rastperioden Äsungsflächen wie Stoppelfelder ab. Die Dauer des Abflugs ist normalerweise kürzer als die des abendlichen Einflugs. Neblige Tage oder Gefahren verzögern den Aufbruch. Zwischen dem späten Nachmittag und der einsetzenden Dunkelheit treffen sie an Vorsammel- oder Zwischenlandeplätzen ein, die sich auf Acker- und kurzgrasigen Grünlandflächen im näheren Umkreis der Schlafstellen befinden und einen Teil des Schlafplatzes ausmachen. Auch hier wissen die Kranichführer bestens Bescheid. Die Zahl der Vögel nimmt im Laufe des Nachmittags zu. Unter lautem Rufen fliegen oder schreiten diese nach und nach meist erst mit der Dämmerung grüppchenweise zum Schlafplatz.

"Mit Kranichen unterwegs - Eine fotografische Reise durch Europa" - unter dieser Überschrift zeigt Dieter Damschen faszinierende Aufnahmen von Kranichen in ihren Brutgebieten, auf ihren Wanderwegen und aus den Überwinterungsgebieten als Einstimmung auf den abendlichen Einflug der Kraniche ins Linumer Rhinluch. Den Vortrag können Interessierte unter anderem an diesem Wochenende in der Linumer Storchenschmiede erleben, Sonnabend und Sonntag jeweils um 15.30 Uhr. Am kommenden Wochenende, 1. und 2. Oktober, ist um 15 Uhr Vortragszeit. Weitere Terminesind in der Storchenschmiede zu erfragen.

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