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Christian Schönberg 23.09.2016 18:43 Uhr

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56 Hektar Heidelandschaft durch Phosphorbombe vernichtet

Gadow (MOZ) In der Kyritz-Ruppiner Heide (Ostprignitz-Ruppin) haben sich am Donnerstag die Reste einer Phosphorbombe entzündet. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben(Bima) musste ihr jüngst gestartetes, kontrolliertes Abbrennen von Sicherheitsstreifen abbrechen. Nach Angaben von Rainer Entrup von der Bundesforst, die sich für den Eigentümer der Fläche, die Bima, um das Areal kümmert, sind 56 Hektar Heide abgebrannt. Landwirte hätten die Löscharbeiten unterstützt, indem sie mit Zehntausenden Litern Wasser die unmittelbare Umgebung des Brandherdes bewässert und so die Ausbreitung des Feuers verhindert hätten.

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Weithin sichtbar: Eine Rauchwolke erhebt sich nach dem Brand √ľber der Kyritz-Ruppiner Heide.

© MOZ

Die Phosphorbombe gehörte zu den 152 sogenannten Störkörpern, die beim Absuchen der Sicherheitsstreifen mit einer ferngesteuerten Raupe entdeckt worden waren. Unter den gefundenen Objekten waren unter anderem eine Katjuscha-Rakete und eben jene Bombe. Diese sei vom Kampfmittelräumdienst am Mittwoch unter Verdämmung gesprengt worden, so Entrup. Demnach hätte sich bei solch einer Sprengung kein leicht entflammbarer Phosphor verteilen dürfen. Das hat offenbar nicht ganz optimal funktioniert. Der ungeplant an die Oberfläche gelangte Phosphor hatte sich später entzündet. Solche Phosphorbomben sind zwar keineswegs ungewöhnliche Funde. So kommen sie auf Truppenübungsplätzen wie zum Beispiel bei Jüterbog häufiger vor. "Es war in der Kyritz-Ruppiner Heide aber die erste, die wir entdeckt haben", sagte Entrup.

Das Anlegen der Sicherheitsstreifen ist Teil der bis 2020 laufenden Streumunitions-Beräumung. Dazu hat sich der Bund aufgrund einer internationalen Konvention, dem Oslo-Übereinkommen, verpflichtet. Unter anderem war eine Raupe umgebaut worden, damit sie ferngesteuert über die mit Munition und Sprengkörpern verseuchten Bomben-Flächen fährt, um Sicherheitsstreifen freizulegen.

Das Abbrennen der Sicherheitsstreifen wird bald wieder aufgenommen. Am Donnerstagabend war das Feuer unter Kontrolle, anschließend musste noch Brandwache gehalten werden.

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