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Joachim Eggers 23.09.2016 19:43 Uhr
Red. Erkner, erkner-red@moz.de

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Konflikt um unterirdische Triebe

Erkner (MOZ) Die großen grünen Blätter treiben auch unter dem Gartenzaun durch. Sie kommen vom Grundstück nebenan. Dieter Schmoldt aus der Spreestraße möchte den japanischen Knöterich in seinem Garten aber nicht haben. Der Nachbar versteht das Problem nicht. Es wird Fall für die Schiedsstelle.

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Das kommt r├╝ber: Dieter Schmoldt mit einem der Triebe, die von der Staude auf dem Nachbargrundst├╝ck im Hintergrund stammen. Vorn einer seiner kaputten Str├Ąucher.

© MOZ/Eggers

Dieter Schmoldt ist 73 Jahre alt und pflegt seinen Garten in der Spreestraße, er hat dort auch eine Reihe von Sträuchern, die zum Beispiel Johannisbeeren tragen. Acht der Pflanzen sind jetzt kaputt, darunter auch Heidelbeersträucher. Schmoldt führt das auf das aggressive Wachstum einer Pflanze zurück, die jenseits des Gartenzauns, auf dem Nachbargrundstück, in Form großer Stauden zu sehen ist.

Japanischer Knöterich, hat Schmoldt festgestellt - ein Gewächs, das als äußerst aggressiv gilt. Die Stauden stünden schon mehrere Jahre auf dem Nachbargrundstück, aber erst seit diesem Jahr gebe es die Probleme. Die Triebe wachsen inzwischen sogar in seiner Komposttonne, und an einer Stelle des Zauns, die Schmodt freigelegt hat, ist zu sehen, wie die Sprösslinge auch unter einem Bordstein durchkommen, der etwa zehn Zentimeter tief ins Erdreich geht.

Schmoldts Wunsch: Sein Nachbar, Klaus Herzlieb, sollte seine Knöterich-Pflanzen in eine Wanne setzen oder auf andere Weise dafür sorgen, dass die Triebe nicht mehr auf sein, Schmoldts Grundstück, hinüberwachsen. Er habe Herzlieb wiederholt angesprochen, leider bislang vergeblich. Schmoldt hat sich nach eigener Auskunft jetzt an die Schiedsstelle gewandt. Ihm sei die Rechtslage unklar - anders als bei einem Ast oder einer Hecke, die über die Grundstücksgrenze reiche, sei die Quelle in diesem Fall ja unterirdisch.

Sein Nachbar, Klaus Herzlieb, mittlerweile auch Rentner, reagiert ungläubig bis amüsiert, als die MOZ ihn befragt. Er verstehe nicht, wo das Problem mit den Trieben sei. "Einmal rausziehen - dann ist gut", sagt er. Weil er von Beruf Zaunbauer war, habe er ständig mit Nachbarschafts-Konflikten zu tun gehabt und könne das jetzt gar nicht verstehen. Schmoldt meckere auch, "wenn wir mal grillen". Sein Nachbar habe einfach zu viel Zeit.

Ulf Arnold, Inhaber des Schöneicher Flora-Gartencenters, bestätigt, dass der japanische Knöterich sehr aggressiv ist. Aus seiner Sicht müssten Verluste bei Sträuchern nicht sein, aber es sei klar, dass von solchen Pflanzen eine Beeinträchtigung des Nachbarn ausgehen könne. Bei der Stadtverwaltung in Erkner sind weitere derartige Problemfälle mit der Pflanze nicht bekannt, sagt Ordnungsamtsleiterin Kristina Althaus.

Wann die von Schmoldt angerufene Schiedsstelle, die Streitigkeiten schlichtet, das Thema behandeln wird, ist nicht klar. Schiedsmann Manfred Preis war am Freitag nicht zu erreichen, seine Stellvertreterin Katrin Totel kannte den Fall nicht und wollte sich daher nicht dazu äußern. Klaus Herzlieb sagte, er werde schriftlich Stellung nehmen.

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28.09.2016 16:13:06 Piet Pritt

@Hasso Isenhagen

28.09.2016 15:49:00 Hasso Isenhagen

die ganze Bomberei hatte wohl

28.09.2016 14:23:53 Piet Pritt

Vermutung.

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