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Frank Groneberg 01.10.2016 07:35 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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30 Jahre Chordirektor

Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Große Chor der Singakademie führt am Sonnabend in der Konzerthalle drei Werke von Brahms, Schumann und Mendelssohn Bartholdy auf. Dirigent ist Chordirektor Rudolf Tiersch, der vor 30 Jahren die Leitung der Frankfurter Singakademie übernommen hatte.

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Bleistift statt Taktstock: Hoch konzentriert leitet Rudolf Tiersch seine Chorproben.

© Winfried Mausolf

Es wird besonders gefühlvoll werden, das Konzert des Großen Chores der Singakademie am Sonnabend ab 17 Uhr in der Konzerthalle. Gefühlvoll zum einen, weil auf dem Programm "Romantik pur" steht, wie es im Konzerttitel heißt, "Romantik pur - die großen Drei". Begleitet vom Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, singt der Chor tief berührende Werke, die nach Texten bedeutender deutscher Dichter geschaffen wurden. Von Johannes Brahms erklingt das Schicksalslied "Ihr wandelt droben im Licht" nach einem Text von Friedrich Hölderlin - eine sehr emotionale Kantate für Chor und Orchester. Von Robert Schumann ist das Nachtlied "Quellende, schwellende Nacht" (Text: Friedrich Hebbel) zu hören. Und zum Abschluss intonieren Chor, Solisten und Orchester die Ballade "Die erste Walpurgisnacht" - getextet 1799 von Johann Wolfgang von Goethe und vertont von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Zum anderen wird das Konzert besonders gefühlvoll werden, weil der Mann vorn am Notenpult ein Jubiläum begeht: Das Romantikkonzert ist das erste, das er in seinem 31. Dienstjahr in Frankfurt dirigiert. Weil die musikalischen Geschicke der Singakademie bereits seit drei Jahrzehnten in seinen Händen liegen. Denn am 1. August war es genau 30 Jahre her, dass der junge Thüringer Rudolf Tiersch nach Frankfurt an die Oder kam und die Leitung der Singakademie mit ihren fünf Chören übernahm. Nur wenige Wochen zuvor hatte er damals sein fünfjähriges Studium der Chorleitung und des Orchesterdirigierens an der Musikhochschule "Franz Liszt" in Weimar erfolgreich abgeschlossen.

"Mit dem Großen Chor der Singakademie führte er in den 30 Jahren seiner Tätigkeit mehr als 130 Werke unterschiedlicher Komponisten in stets bester Qualität auf und führte den Chor auf ein mit Profichören größtenteils vergleichbares Niveau", würdigt Olaf Hypius, Vorstandsvorsitzender der Singakademie Frankfurt, welche im vergangenen Jahr ihr 200-jähriges Bestehen gefeiert hatte. "Unter seiner Anleitung wurden die Chöre der Singakademie mehrfach bei regionalen Leistungsvergleichen und internationalen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet."

Im Jahr 2004 verlieh der Internationale Chorleiterverband (ICV) Rudolf Tiersch für dessen hervorragende künstlerische Leistungen den Titel "Chordirektor ADC". Voraussetzung für die Verleihung dieses Titels ist eine erfolgreiche künstlerische Tätigkeit mit regelmäßigen öffentlichen Aufführungen in einem Zeitraum von mindestens zehn Jahren. Der Verleihung des Titels geht stets ein Prüfungsverfahren durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC) voraus. Nach dessen erfolgreichem Verlauf erhält der Geprüfte ein Zertifikat.

Zwei Jahre später verlieh Bundespräsident Horst Köhler Rudolf Tiersch die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Auch dank Rudolf Tiersch sei Frankfurt heute ein Zentrum der Chormusik geworden, das weit über die Stadt ausstrahle, betont Olaf Hypius. Hervorzuheben sei, dass er neben der Erarbeitung anspruchsvollster chorsinfonischer Werke mit dem Großen Chor auch den sängerischen Nachwuchs fördere: Seit 2005 leitet Rudolf Tiersch den Jugendchor der Singakademie und bildet die jungen Damen auch stimmbildnerisch aus.

Die Sänger des Großen Chores werden ihrem Chef am Sonnabend auf ihre Weise für 30 Jahre Chorleitung danken: mit einem besonders gelungenen Konzert.

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