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200 Kinder bei der Ferienuni

Auftakt: Hohen Neuendorfs Streetworker Andreas Witt begrüßt die Uni-Teilnehmer. Die Kinder haben sich für Forschungen, Exkursionen und Sport eingeschrieben.
Auftakt: Hohen Neuendorfs Streetworker Andreas Witt begrüßt die Uni-Teilnehmer. Die Kinder haben sich für Forschungen, Exkursionen und Sport eingeschrieben. © Foto: MZV/Heike Weißapfel
Heike Weißapfel / 25.10.2016, 06:30 Uhr
Hohen Neuendorf (OGA) Mehr als 200 Kinder gehen in dieser Woche in der Hohen Neuendorfer Waldgrundschule ein und aus. In der Ferienuni erfahren sie etwas über den Klimawandel, stellen Seife her oder spielen Tischtennis.

Was wächst im Herbst? Blüht da noch was? Bei Friederike Blenau wird beobachtet, gesammelt, gepresst, geklebt und beschriftet. Die Botanikerin unternimmt Exkursionen mit den Kindern und vermittelt Grundlagen, wie sich ein Herbarium gestalten lässt. "In der Schulzeit gehen die Kinder nicht oft raus, sie lesen über Biologie in Büchern nach oder sehen bestenfalls mal einen Film", sagt die Biologin. Auch fürs Herbarium bleibt da wenig Zeit. Deshalb bietet sie diesen Kurs an.

Malte Stöck sitzt im oberen Stockwerk schon mit ein paar Kindern in einem Klassenraum. Als Utensilien hat er unter anderem einen kleinen Flugdino, einen handbetriebenen Mixer und ein Schraubglas mitgebracht.Was es mit dem Klimawandel auf sich hat und was jeder einzelne tun kann, darum soll es mit Hohen Neuendorfs Klimaschutzmanager gehen. Ein Heizungsraum soll auch besichtigt werden.

"Seife und Schokolade interessieren auch Jungs", sagt Sandra Busse-Sarter aus Erfahrung. Deos oder Body-Butter herzustellen, ist aber eher bei Mädchen ab zwölf gefragt. Als Aromatherapeutin ist die Hennigsdorferin sonst viel in Demenz-Wohngemeinschaften und im Hospiz unterwegs. In der Waldgrundschule bekommen die jungen Studierenden erst einmal eine Einführung in die Welt der Düfte.

Florian Vierkorn aus Oberkrämer hält seine theoretische Einleitung kurz. Er erklärt die Regeln und führt seinen Kurs dann zur Stadthalle. Der Praktikant bei der Hohen Neuendorfer Stadtverwaltung, der im vergangenen Jahr schon als Bundesfreiwilliger (Bufdi) Erfahrungen mit der Ferienuni gesammelt hat, bietet diesmal Tischtennis an.

Wer möchte, kann in der Mensa Mittag essen, die Firma Rewe hat Snacks gespendet, auch für die Eltern gibt es ein Café. Die etwa 210 Kinder verteilen sich auf 518 Kursplätze. Viele Kinder sind aus Hohen Neuendorf und der Umgebung dabei, schätzt Organisator Andreas Witt, aber auch die anderen Orte im Südkreis sind wieder vertreten. Die Ferienuni wird abwechselnd von Hennigsdorf, Velten, Oranienburg und Hohen Neuendorf ausgerichtet. Die Organisation wird von den Verwaltungen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sozialen Träger in Hohen Neuendorf gestemmt, die auch sonst mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Der Andrang war groß, aber die Zahl der Dozenten ist mit 23 geringer als in früheren Jahren, sodass jeder nur ein bis zwei Kurse besuchen kann. 29 Workshops - von orientalischem Tanz über Lehmbildergestaltung bis zur Insektenkunde mit Nadine Weiß von der Deutschen Waldjugend am Bergfelder Naturschutzturm - bieten eine breite Auswahl.

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