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Ulf Grieger 30.11.2016 06:02 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Verein Alter Fritz startet neu durch

Neutrebbin (MOZ) "Wir wollen natürlich das bewahren, was die Mitglieder seit der Gründung unseres Vereins hier im Dorf geschaffen haben", erklärt Vorsitzender Dirk Hausdorf. Der Gymnasiallehrer für Bio, Chemie und Sport hatte auf Initiative von Neutrebbins Bürgermeister Werner Mielenz gemeinsam mit Mario Hirschbein und Reno Steinborn den schon kurz vor der Auflösung befindlichen Verein verjüngt.

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Vor dem Hochwasserdenkmal am Pappelweg: Dirk Hausdorf (rechts) und Mario Hirschbein vom Vorstand der Interessengemeinschaft Alter Fritz planen im kommenden Jahr aus Anlass des 70. Jahrestages der Katastrophe auch Aktionen in Neutrebbin. Zu den Dorffestspi

© MOZ/Ulf Grieger

Die Interessengemeinschaft hatte sich vor knapp 25 Jahren, am 9. Januar 1992, gegründet, um das Standbild des Alten Fritz wieder aufzustellen. Nach zwei Jahren, 1994, war das gelungen. Dann wurden das Kriegerdenkmal saniert und 2009 die Hochwasserstele am Pappelweg aufgestellt. Dort ist eine der tiefsten Stellen des Dorfes. Das Wasser stand vor 70 Jahren dort 1,75 Meter hoch. Auf der Fläche befand sich ein Wohnhaus, das dem 1947er Hochwasser zum Opfer fiel. Am 23. März 1947 hatte die Flut Neutrebbin erreicht. 2200 Menschen waren vom Eiswasser umschlossen. Die Neutrebbiner wurden von Feuerwehren aus dem ganzen Land, von der Roten Armee und der Volkspolizei nach Kunersdorf gebracht. Der einstige Bürgermeister Hans Merkel und Gerhard Balke gehörten zu den Motoren der Interessengemeinschaft, die zeitweise mehr als 60 Mitglieder hatte. Ob beim Dorferneuerungsprogramm oder bei der 250-Jahr-Feier des größten Kolonistendorfes - stets war diese Gemeinschaft ein Rückgrat des Dorfes.

In seinem 24. Jahr zählt der Verein noch 19 Mitglieder. Für das 25. Jubiläumsjahr gibt es bereits einige Vorstellungen, wie zum Beispiel an die Hochwasserkatstrophe vor 70 Jahren erinnert wird. Neben der Beschäftigung mit Geschichte will der Verein aber auch erreichen, dass die jüngere Generation sich wieder für ihr Dorf interessiert. Die Kita und die beiden Schulen werden in der Vereinsarbeit einen wichtigen Stellenwert haben, betonten Mario Hirschbein und Dirk Hausdorf bei einem Vor-Ort-Termin an der Hochwasserstele. Und nicht zuletzt will die Interessengemeinschaft wieder als Lobby für die Gemeinde dazu beitragen, dass das Leben in Neutrebbin lohnenswert ist und dass bekannter wird, wie gut es sich dort leben lässt.

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