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Ein letztes Mal Messe mit den Jägern

Jagdhornbläsergruppe Hubertus: Letztes Konzert in festlich geschmückter Kirche.
Jagdhornbläsergruppe Hubertus: Letztes Konzert in festlich geschmückter Kirche. © Foto: privat
Eva-Martina Weyer / 30.11.2016, 06:15 Uhr
Schönfeld (MOZ) Die Jagd und das gemeinsame Musizieren sind die große Leidenschaft der Jagdhornbläsergruppe Hubertus aus Schönfeld. In diesem kleinen Ortsteil von Tantow hat sich in mehr als 15 Jahren eine Jagdhornbläsergruppe gehalten, die durch regelmäßige Probendisziplin zu hoher Qualität gefunden hat. Musikalischer Kopf der Gruppe ist Joachim van den Brandt.

Mit großem Bedauern stellt der über 80-Jährige jetzt fest: "Wir werden uns auflösen." Er führt dafür Alters- und Gesundheitsgründe an. Zu den sechs Mitgliedern der Gruppe gehört auch seine Ehefrau Rita, mit der er im Oktober Diamantene Hochzeit gefeiert hat. Joachim van den Brandt spielt Saxophon und Klarinette und hat Waldhorn gelernt, als er vor vielen Jahren Jäger wurde. Seine Frau Rita musiziert auf dem Waldhorn.

Ihr letztes Konzert hat die Gruppe aus Schönfeld vor Kurzem zur Hubertusmesse im benachbarten Penkun gegeben. Es war ihre 15. Hubertusmesse überhaupt. Die evangelische Kirche war waidmännisch geschmückt. In diesem Gottesdienst mit der instrumental erklingenden Messe erinnert die Jägerschaft traditionell an den Festtag ihres Schutzpatrons Hubertus.

Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie eingesetzt. Diese Grundhaltung der "Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.

Joachim van den Brandt war einst gemeinsam mit Pfarrer Bernd Riedel der Ideengeber dafür, dass die Hubertusmesse in Kirchen der Uckermark zum Klingen kommt. Die Schönfelder Jagdhornbläsergruppe hat unter anderem auch in der Stephanskirche Gartz musiziert. Im Schwedter Oder-Center war die Gruppe ebenfalls zu hören.

"Ich danke all jenen, die uns in vielen Jahre die Treue gehalten haben", sagt Joachim van den Brandt. Auf der Klarinette und dem Waldhorn musizieren er und seine Frau jetzt nur noch im Familienkreis.

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