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Mietspiegel tritt vor Weihnachten in Kraft

Sven Klamann / 30.11.2016, 06:40 Uhr
Eberswalde (MOZ) In den vergangenen vier Jahren sind die Nettokaltmieten in Eberswalde um 3,35 Prozent gestiegen - allerdings nur dort, wo Mietverträge neu abgeschlossen oder verändert wurden. Das geht aus dem neunten Mietspiegel hervor, den die Stadtverordneten gerade zur Kenntnis genommen haben und der drei Tage vor Heiligabend mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt Eberswalde Gültigkeit erlangt. Der durchschnittliche Mittelwert für den nicht preisgebundenen Wohnraum beträgt demnach jetzt 5,25 Euro pro Quadratmeter, vorher waren es 5,08 Euro pro Quadratmeter gewesen.

Dem neuen Mietspiegel liegen 7764 Datensätze zugrunde: Für so viele Wohnungen sind zwischen Mitte 2012 und Mitte 2016 aus unterschiedlichen Gründen neue Mietverträge abgeschlossen worden - zum Beispiel nach Umzügen. Zur Einordnung: In Eberswalde gibt es etwa 23 800 Wohnungen.

Über die Ziele des Mietspiegels hat Robby Segebarth, Leiter des Bürgeramtes im Rathaus, auf Nachfrage von Volksvertretern in mehreren Fachausschüssen informiert. Das Dokument diene als formales Begründungsmittel für Mieterhöhungsverlangen der Vermieter und als Prüfkriterium für Mieter, um die verlangte Mieterhöhung beurteilen zu können. "Der Mietspiegel ist auch als Chance zur unkomplizierten, kostengünstigen und außergerichtlichen Einigung zwischen Mietern und Vermietern wichtig", erklärte der Amtsleiter. Zudem komme das Dokument als Beweismittel bei Mietrechts- und Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie bei Strafprozessen zum Einsatz, betonte er.

Am neunten Mietspiegel haben die stadteigene Wohnungsbau- und Hausverwaltungs GmbH, die Wohnungsbaugenossenschaft, die Chorona Real Group AG, die Arbeiterwohlfahrt Eberswalde, die TAG Immobilien AG, der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Haus & Grund für die Vermieter, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung und die Stadtverwaltung mitgewirkt. Überdies der Mieterverein Viadrina mit Hauptsitz in Frankfurt (Oder), der mehr als 2000 Mitglieder hat und auch in Eberswalde eine Geschäftsstelle betreibt, in der er regelmäßig Sprechstunden abhält.

Alle Mitstreiter würden die Einschätzung teilen, dass sich schon der auf gleiche Weise erstellte achte Mietspiegel bewährt habe und vor Gericht regelmäßig anerkannt worden sei, heißt es in der Sachverhaltsdarstellung für das Dokument, das aus elf Seiten und zwei Anlagen besteht.

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