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Dietmar Rietz 30.11.2016 06:44 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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"Alles Gute zum Geburtstag!"

Schwedt (MOZ) Seit 25 Jahren kümmern sich die Schwedter Stadtwerke um das Wohl der Bürger in der Oderstadt. Das ist eine Erfolgsstory - der Aufstieg vom reinen Fernwärmeversorger zum Unternehmensverbund, der Wärme, Strom, Telekommunikation, Fernsehen liefert sowie Kino, Bad und Hafen betreibt.

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Akteure der erste Stunde: Gr├╝ndungsgesch├Ąftsf├╝hrer Helmut Preu├če. Alt-B├╝rgermeister Peter Schauer und Ex-Wirtschaftsdezernentin Barbara R├╝ckert. Sie hatte Helmut Preu├če als Gesch├Ąftsf├╝hrer eingestellt. Gefeiert wurde das Jubil├Ąum 25 Jahre Stadtwerke Schwe

© MOZ/Oliver Voigt

Geschäftsführer Helmut Preuße hat am Dienstag mehr als 100 Partner aus der Geschäftswelt Politik und Kultur sowie Handwerker eingeladen, um das Silber-Jubiläum im frisch sanierten FilmforUM zu feiern. Sie wünschen durch die Bank: "Alles Gute zum Geburtstag!"

Unter den Gästen sind auch Alt-Bürgermeister Peter Schauer und Barbara Rückert, die Frau der ersten Stadtwerke-Stunde, die als Wirtschaftsdezernentin vor 25 Jahren auch Helmut Preuße als Gründungsgeschäftsführer der Stadtwerke eingestellt hat. Sie sagt heute über den Unternehmensverbund: "Was hatten wir damals für Bauchschmerzen, viele Leute wollten uns einreden, wir sollten das lassen, damit könne man kein Geld verdienen. Aber ich glaube 25 Jahre danach: Wir haben es richtig gemacht. Was in der Region gemacht werden kann, soll auch hier gemacht werden. Dann bleibt das Geld, das hier verdient wird, auch in der Region. Ebenso wie Arbeitsplätze."

Genau diesen Gedanken greift auch Preuße auf, als er die Stadtwerke während der Festveranstaltung als wichtigen Arbeitgeber, Auftraggeber und Ausbilder benennt und an wichtige Meilensteine aus der Firmen-Chronik erinnert. Diese liegt übrigens unter dem Titel "25 Jahre Stadtwerke - Selbst ist die Stadt" druckfrisch vor. Sie zeichnet die Entwicklung der Schwedter Energie- und Wasserversorgung vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach und ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen Schwedter Stadtwerke-Welt. Interessenten können ab 1. Dezember einen Blick in die Chronik werfen und sie im Kundenzentrum der Stadtwerke zum Preis von zehn Euro kaufen.

Die Mitarbeiter im Firmenverbund kümmern sich heute um Wärme, Strom, Telefonieren,, Internet, HD-TV via Kabel und die Freizeit der Bürger. Seit einem Vierteljahrhundert kann sich Helmut Preuße als Geschäftsführer der Stadtwerke auf sie verlassen. Die "Stadtwerke"-Mitarbeiter sind täglich im Dienst. Ihnen allen attestiert ihr Chef am Jubiläumstag vor allen Gästen Professionalität, Engagement und Ausdauer.

Preußes Ausruf "Wer hätte vor 25 Jahren an die digitale Welt gedacht!" deutet an, wohin sich die Stadtwerke entwickelt haben und wohin die Reise noch geht. Bereits seit 1999 bieten die Stadtwerke schnelles Internet an. Nach der Jahrtausendwende werden Breitbandkabel verlegt. Sind die Entfernungen zu groß, werden Richtfunkantennen aufgestellt. Seit 2009 werden Schritt für Schritt alle Schwedter Ortsteile und viele Dörfer im Umland ins Versorgungsgebiet aufgenommen. Mit bis zu 100 Mbit pro Sekunde fließen die Daten in Büros, Wohn- und Arbeitszimmer.

Die Stadtwerke haben - ohne Einsatz von Fördermitteln - Glasfaserkabel verlegt. 400 Kilometer ziehen sich diese unterdessen durch das Umland. Das hat ordentliche gekostet. Insgesamt mehr als 21 Millionen Euro haben die Stadtwerke Schwedt investiert.

Schon jetzt sind 58 Prozent des Stroms, der in Schwedt durchs Netz jagt, aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Biogas und Wind. Von den etwa 90 Gigawattstunden (GWh) Strom, die in Schwedt ins Netz eingespeist und verbraucht werden, stammen nicht ganz ein Drittel aus den Windkraftanlagen in Heinersdorf, ein Sechstel aus der Verstromung der Biogasanlage im Hafen sowie knapp ebenso viel aus Solaranlagen. Da auch Partner E.DIS einen Strommix mit Öko-Anteil ins Netz einspeist, ist der Anteil wohl noch höher.

Seit einiger bieten die Stadtwerke ihren Kunden mit "Smart Home" an, Hausgeräte von der Heizung bis zu den Jalousien über "Smart-Home-Technologie" zu steuern, ihr Heim zu einem "intelligenten Zuhause" und sicherer zu machen.

Das Schlagwort der Zukunft bei der Straßenbeleuchtung heißt übrigens: Umrüstung auf stromsparenden LED-Betrieb. Rund 4300 der mehr als 5000 Straßenlampen in der Oderstadt werden von dem kommunalen Unternehmen betrieben.

Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Polzehl räumt auf dem Fest ein: "Es war nie einfach!" Wenn die Stadt 6500 Wohnung abreißt, sind das 5600 Kunden weniger für die Stadtwerke. Dennoch haben diese dem Bevölkerungsschwund getrotzt, ihren Umsatz verdoppelt, neue Geschäftsfelder erschlossen, die anhaltende Regulierungswut gemeistert, neuen Monopolen standgehalten.

Polzehl forderte von der Bundesregierung, die die Strompreise hoch und höher treibenden Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht allein auf die ostdeutschen Energiekunden abzuwälzen, sondern solidarisch zu verteilen, damit sie im Osten - auch in Schwedt- nicht dauerhaft zum Standortnachteil werden

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