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Roland Becker 30.11.2016 06:45 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Ortseingang von Nieder Neuendorf wird 2017 Großbaustelle

Nieder Neuendorf/Hennigsdorf (HGA) In der nächsten Woche beginnen Fällarbeiten an der Nieder Neuendorfer Brücke über den Havelkanal. Damit gibt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brandenburg den Startschuss für den Neubau der Brücke. Das jetzige Bauwerk - zu DDR-Zeiten direkt an der Berliner Mauer gelegen und Brücke der deutsch-sowjetischen Freundschaft genannt - wurde 1952 errichtet und ist völlig marode.

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Ausblick ins Jahr 2019: So wird die Brücke aussehen, die künftig Hennigsdorf mit Nieder Neuendorf und dem Berliner Bezirk Spandau verbinden soll.

© MZV

"Aus Gründen des Vogelschutzes können wir erst jetzt mit diesen Arbeiten beginnen", berichtet Sven Brückner, Mitarbeiter in besagtem Landesamt. Das Fällen der Bäume östlich der Straße auf Hennigsdorfer Seite werde etwa zwei Wochen dauern. Allerdings könne danach nicht sofort damit begonnen werden, die Behelfsbrücke zu errichten, über die während des Neubaus der Verkehr geführt wird. Das habe nicht nur mit dem bevorstehenden Winter, sondern wiederum auch mit dem Naturschutz zu tun. "Dort gibt es Zauneidechsen, die wir erst einsammeln müssen", weiß Brückner. Da sich die Tiere aber schon im Spätsommer verkriechen, muss die Suche bis Mitte April kommenden Jahres warten. Zudem ist sicherzustellen, dass sich im Boden keine Kampfmittel befinden.

Nach dem bisherigen Zeitplan könnte die Behelfsbrücke ab Ende Mai 2017 errichtet werden. Zum Herbst soll sie bereits fertig sein, um mit dem Abriss der maroden Kanalüberquerung beginnen zu können. Der Verkehr wird dann einspurig per Ampelschaltung über den Behelfsbau geleitet. Vollsperrungen soll es nur in Ausnahmefällen geben. "Das kann der Fall sein, wenn wir die Behelfsbrücke einschieben oder wenn die Hauptkonstruktion für die neue Brücke erfolgt", erläutert Brückner. Diese Vollsperrungen sollen aber auf wenige Nächte und Wochenenden beschränkt bleiben. Während des Berufsverkehrs werde es zu keiner Kappung der einzigen Verbindung von Hennigsdorf nach Spandau kommen. Fußgänger und Radfahrer sollen jederzeit die Baustelle passieren können.

Offiziell geht das Landesamt davon aus, dass die Bauarbeiten bis ins Frühjahr 2019 dauern. Intern ist man aber optimistischer. "In den momentan laufenden Ausschreibungen für das Brückenprojekt haben wir als Termin für die Verkehrsfreigabe das Jahresende 2018 vermerkt", teilt der Experte mit. Restarbeiten wie die Begrünung sollen danach bei laufendem Verkehr erledigt werden.

Im Vorfeld der Planungsphase hatte es unter Hennigsdorfs Abgeordneten teilweise für Unverständnis gesorgt, dass die Brücke keinen Zentimeter breiter als der 1952 gebaute Vorgänger werden soll. Damals lag Nieder Neuendorf im Schatten der Grenze, der Autoverkehr war sehr gering. Lange gerungen wurde vor allem darum, wie der Radverkehr über die Brücke organisiert wird. Zwei touristisch wichtige Radwege führen darüber.

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