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Kai-Uwe Krakau 30.11.2016 06:55 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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"IF Star 2016" für Panketaler Wehr

München/Panketal (MOZ) Die Freiwillige Feuerwehr Panketal hatte eine pfiffige Idee - dafür gab es nun den Innovationspreis "IF Star 2016". Kleiner Wermutstropfen: Eine Umsetzung scheint wohl eher unwahrscheinlich.

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Auszeichnung: Gemeindewehrführer Thomas Bielicke (3.v.l.) und Burkhard Evert (2.v.r.) freuen sich über Siegerskulptur und Urkunde. Glückwünsche gab es von Hermann Schreck (Deutscher Feuerwehrverband, l.), Robert Heene (Versicherungskammer Bayern, 2.v.l.)

© MOZ

Die Wehr hatte einen Vorschlag entwickelt, wie unübersichtliche Autobahndreiecke und -kreuze für Menschen, die einen Notruf absetzen wollen, optimaler markiert werden können. "Das ist wichtig, damit die Mitarbeiter in der Leitstelle wissen, wo genau der Einsatzort liegt und so die zuständige Feuerwehr alarmieren können", sagt der Panketaler Gemeindewehrführer Thomas Bielicke. Die Idee dabei war, die Einsatzgebiete der verschiedenen Wehren an der Leitplanke farblich zu kennzeichnen. Dies könne mit einem selbstklebenden Markierungsband oder auch mit Elementen aus Kunststoff erfolgen, die auf die Planken geklickt werden.

Bereits im vergangenen Herbst hatten die Panketaler das Projekt im zuständigen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) vorgestellt. Man zeigte sich zunächst durchaus begeistert, die notwendigen finanziellen Mittel waren jedoch nicht vorhanden. Auch die Beamten im brandenburgischen Innenministerium beschäftigten sich nach Angaben von Thomas Bielicke wohl mit dem Thema.

Pressesprecher Ingo Decker verneinte dies jedoch am Dienstag und verwies auf das Infrastruktur- und Landesplanungs-Ressort. Dort konnte Steffen Streu unterdessen wenig Hoffnung auf eine Umsetzung der Idee in die Praxis verbreiten. "In Hamburg hatte es einen Modellversuch mit markierten Leitplanken gegeben", so der Ministeriumssprecher. Das Ergebnis sei allerdings ernüchternd gewesen. "Eine Verbesserung war nicht zu beobachten", so Streu. Das zuständige Bundesministerium habe daher entschieden, keine weiteren Versuche zu finanzieren. Damit könnte auch die Idee der Panketaler, beispielsweise am nahen Autobahnkreuz Barnim, nicht ausprobiert werden, erklärte der Sprecher.

Den "IF Star 2016" konnten Thomas Bielicke und Burkhard Evert anlässlich der Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes in der bayrischen Landeshauptstadt München in Empfang nehmen. Mit dem Preis honoriert er gemeinsam mit dem Verband der öffentlichen Versicherer alle zwei Jahre die besten eingereichten innovativen Iden zu schadenmindernden Einsatztechniken und -taktiken. "Mit dem IF Star würdigen und fördern wir Feuerwehren, die mit ihren Ideen dazu beitragen, Schäden an Menschen und Sachen zu vermeiden oder zu senken", erklärte Robert Heene, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern, im Namen der öffentlichen Versicherer.

Für die Preisträger gab es eine von Professor Siegfried Neuenhausen gestaltete sternenförmige Siegerskulptur aus Bronze sowie eine Urkunde. Neben dieser symbolischen Anerkennung nahmen die drei Gewinner auch Preisgelder von insgesamt 11 000 Euro entgegen. Eine Jury aus Experten von öffentlichen Versicherern und Deutschem Feuerwehrverband hatte sie aus den zahlreichen Bewerbungen ausgewählt. "Schön wäre es, wenn die Ideen auch anderen Feuerwehren zugänglich gemacht werden können", so der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs.

Erstmalig gab es in diesem Jahr keinen dritten, sondern zwei zweite Plätze. Die Freiwillige Feuerwehr Höhenrain entwickelte mit wenig Kosten eine Klammer und eine Tragebox, mit deren Hilfe ein Feuerwehrmann allein alle für die Absicherung einer Unfallstelle nötigen Ausrüstungsgegenstände transportieren kann.

Die Ortsfeuerwehr Hoogstede überzeugte die Jury mit ihrem Konzept eines optimierten Einsatzleitsystems. Mittels eines Fahrzeugbesetzungsterminals verbessert sich damit die Organisation der Feuerwehrleute beim Ausrücken.

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