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Steffen Göttmann 30.11.2016 06:58 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Dörfer fühlen sich abgehängt

Höhenland/Steinbeck (MOZ) Die Gemeinde Höhenland stimmt dem Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg unter der Voraussetzung zu, dass ihr Flächennutzungsplan anerkannt wird. Das hat Karin Richter, Kämmerin und stellvertretende Amtsdirektorin des Amtes Falkenberg-Höhe, den Gemeindevertretern von Höhenland bei ihrer jüngsten Sitzung in Steinbeck empfohlen.

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"Die Forderung sollte sein, dass die Entwicklungsflächen vollständig zu erhalten sind", betonte die stellvertretende Amtsdirektorin. Wer sich mit dem Landesentwicklungsplan nicht beschäftigt oder ihn ignoriert, müsse ihm womöglich später seinen Flächennutzungsplan anpassen. Dies sollte Höhenland auf jeden Fall verhindern. Ansonste tangiere der Plan die Gemeinde kaum.

"Der ländliche Raum ist benachteiligt", sagte der Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordnete Wilhelm Manzel (Bauernpartei). Der ländliche Raum sei gegenüber Berlin abgehängt, es gebe keine Grundzentren mehr. "Das ist traurig", erklärte Manzel. Entwicklungspotenziale seien nur noch in Städten und Gemeinden entlang der Bahnlinien vorgesehen, die sich strahlenförmig von der Hauptstadt aus ins Land Brandenburg ziehen.

"Wir haben selber entschieden, hier auf dem Land zu leben, aber sollen abgehängt werden", ärgerte sich Helga Kowatzky, ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Höhenland. "Denn wir wollen nicht an den Rand der Stadt Berlin ziehen, wo ein Wohnblock mehr Einwohner hat als Leuenberg", fügte die Bürgermeisterin hinzu, die kein Verständnis dafür aufbringen kann, dass die Autoren des Landesentwicklungsplans Gemeinden wie Höhenland in ihrer Planung nicht berücksichtigen.

Jörg Schleinitz, Ortsvorsteher von Wölsickendorf, fügte hinzu, dass Grundzentren jetzt unter einem anderen Begriff zu finden seien. Problem sei, dass sie nicht vom Land festgelegt werden, sondern die Verantwortung auf die Regionalen Planungsgemeinschaften verschoben werde. Davon habe niemand etwas, es gebe dennoch nicht mehr Geld. Die Landesentwicklungsplanung konzentriere sich dagegen nur noch auf Siedlungsschwerpunkte im Umland Berlins.

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