to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Samstag, 3. Dezember 2016
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Janet Neiser 30.11.2016 07:50 Uhr
Red. Eisenh├╝ttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

artikel-ansicht/dg/0/

Gelbe Tonne statt Gelber Sack

Eisenh├╝ttenstadt (MOZ) Gelbe Tonnen sollen das neue Geheimrezept der Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft (Gewi) zur Mülltrennung werden. "Neun dieser Tonnen haben wir schon aufgestellt", berichtet Geschäftsführer Oliver Funke. Darin kann nun Verpackungsmüll entsorgt werden - ohne Gelben Sack. 20 dieser gelben Tonnen sollen es zunächst einmal werden. Damit diese überhaupt Platz haben, wurden Restmülltonnen entfernt. "Die Mülltrennung ist einfach steigerungsfähig", findet Funke. Für viele Mieter sei der Gelbe Sack offensichtlich nicht wirklich praktisch. Sie wollen nicht mehrere Tage lang Joghurtbecher, Milchkartons und Konservendosen in ihrer Wohnung sammeln, vermutet der Gewi-Chef. Deshalb lande vieles im Restmüll. Durch die neuen Tonnen würden sie die Möglichkeit haben, den Verpackungsmüll täglich zu entsorgen, sagt er.

artikel-ansicht/dg/0/1/1534214/
 

Ein paar stehen schon: In den gelben Tonnen k├Ânnen Leichtverpackungen auch ohne Gelben Sack entsorgt werden.

© MOZ

Bislang läuft das Oliver Funke zufolge ganz gut. An den Tonnen wurde kenntlich gemacht, dass diese nur für Leichtverpackungen mit dem grünen Punkt sind. Sollten die gelben Müllschlucker irgendwann auch für Restmüll missbraucht werden, müssten sie auch als solcher entsorgt werden. Das wiederum zahlen im Umkehrschluss die Mieter.

Auch bei der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) ist die Mülltrennung ein echtes Problem. "Unsere Hauswarte haben schwer zu tun", betont Verena Rühr-Bach, die Vorstandsvorsitzende. Oft würden Gelbe Säcke, in denen alles mögliche drin sei, auf den dafür vorgesehenen Plätzen abgelegt. Sogar Babywindeln würden einige Mieter teilweise auf diesem Wege entsorgen wollen. Dabei gehören die in den Restmüll. Doch vor allem dort, wo die EWG Müllschleusen hingebaut hat, durch die sich das Müllaufkommen eines jeden Mieters letztlich auf der eigenen Betriebskostenabrechnung widergespiegelt, wollen wohl einige ihren Müll möglichst kostengünstig loswerden. Doch die falsch gefüllten Gelben Säcke nimmt das Entsorgungsunternehmen Alba gar nicht mit. Die Hauswarte müssen diese dann in den Restmülltonnen entsorgen, wofür dann wieder alle zahlen.

"Wir denken mittlerweile darüber nach, Kameras an den Müllplätzen anzubringen, weil viele Bürger wirklich unvernünftig sind", erklärt Verena Rühr-Bach. Manch einer würde sogar seine Restabfälle einfach neben die Tonnen stellen. Und wo ein Sack liege, folge bald der nächste, weiß sie.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion

© 2014 moz.de M├Ąrkisches Medienhaus GmbH & Co. KG