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Straßenbahnfahrer soll 14-Jährige wegen Kopftuch rausgeworfen haben

dpa / 30.11.2016, 14:47 Uhr
Berlin (dpa) Ein Straßenbahnfahrer soll einer 14-Jährigen im Berliner Stadtteil Friedrichshagen die Beförderung wegen ihres Kopftuchs verweigert haben. Ein entsprechender Vorfall sei von einer Frau angezeigt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Frau hatte sich die Jugendliche anvertraut. Der Fahrer soll der 14-Jährigen demnach beim Einsteigen an der Haltestelle Bölschestraße per Lautsprecher gesagt haben, er befördere keine Fahrgäste mit Kopftuch. Die Jugendliche folgte seiner Aufforderung, die Bahn zu verlassen. Die anderen Fahrgäste seien nicht eingeschritten.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen nun prüfen, was es mit dem angeblichen Vorfall auf sich hat, wie Sprecherin Petra Reetz sagte. Noch sei unklar, in welcher Linie er sich zugetragen haben soll. Anhand von Videoaufnahmen aus der Bahn könnte dann letztlich zumindest der Ablauf nachvollzogen werden. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, so sei das mindestens Grund für eine Abmahnung, sagte Reetz.

Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz übernommen. Ob in dem Fall noch Zeugen gesucht werden, ist derzeit noch offen.

Kommentare

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Piet Pritt 02.12.2016 - 14:38:20

@Damian Schnelle

so isses. Fazit für die voreilige Meldung durch alle Medien des Rayons: Ein Straßenbahner (vermutlich weiß, männlich, deutsch ohne Migrahigru) ist in den Hauptstrommedien unserer Zeit per se unglaubwürdiger als eine 14-jährige Göre. Und jeder dieser "Vorfälle" wird mit der Lupe aus den Polizeiberichten gefischt und verbreitet, um dieses Klischee immer wieder zu bestärken. Man kann über die letzten Jahre unzählige Beispiel aufzählen, aus denen die Medienlandschaft nichts gelernt hat und sich damit den Vorwurf gefallen lassen muss, einseitig oder erst wenn es nicht mehr zu vertuschen geht, zu berichten. siehe hier: http://www.merkur.de/lokales/muenchen/zentrum/uebergriffe-bei-rathaus-party-7034125.html

Damian Schnelle 02.12.2016 - 12:48:11

Das ...

eigentliche Problem daran ist doch, dass die Situation so vergiftet ist. Die Medien können erst einmal noch soviele sollte, könnte, Stand der Ermittlungen und und und reinschreiben. Es erfolgt eine Vorverurteilung und die Betroffenen haben dann immer wieder Probleme aus dieser Sache ohne "Kratzer" herauszukommen.

Paul Müller 02.12.2016 - 12:38:39

Na wenn der gemeine Kressevertreter ...

... nur Unsinn schreibt, sollte man das auch benennen dürfen ...

Piefke Saga 02.12.2016 - 12:01:32

P.P., den Sack Reis können Sie ruhig wieder umfallen lassen ;-)

.

Piefke Saga 02.12.2016 - 11:58:32

Sorry, mein Kommentar kommt jetzt neu.

P.P., ich kann nicht nachvollziehen, warum Sie mir diese Story nacherzählen, obwohl man sie mittlerweile (2.12.2016) und schon seit gestern Abend vielerorts nachlesen kann. Ich habe auf den Kommentar von U.M. reagiert, der einer Lokalzeitung Dinge unterstellt, die absurd sind. Noch einmal ... Die MOZ hat lediglich neutral und ohne Verurteilung irgendeiner beteiligten Person das mitgeteilt, was man zu diesem Zeitpunkt wusste. Was irgendwelche andere Verlage oder Radiosender verbreiteten interessiert in diesem Fall niemand, schließlich zielte er explizit nur auf eine ganz bestimmte. Eigentlich könnte mich das kalt lassen, könnte. Aber, es ist genau diese Art von Dumm- und Hetzgequatsche, das gewisse Leute denen an den Kopf werfen, die sie in die Schublade der L......presse quetschen wollen und das nur, weil sie nicht nach der Pfeife tanzen, die sie gerne spielen hören.

Harald Meier 02.12.2016 - 11:11:49

Man stelle sich vor, dass ...

... die moz noch bis zur Klärung des genauen Sachverhaltes gewartet hätte und wäre erst dann an die Öffentlichkeit gegangen. Sofort hätten wieder die kognitiv Eingeschränkten(sie wollen so gennant werden) auf der Matte gestanden und hätten irgendetwas mit Kresse geschrien. Nur ging die moz zeitnah an die Öffentlichkeit und berichtete whrheitsgemäß aber dies passt nun auch wieder nicht! Es bestätigt sich wieder, dass die ...kresse-Rufer ein Problem mit der freien Presse haben, die vielfältig über Themen berichten. Für sie hat die Presse in D nur ihre Meinung zu vertreten!

Piet Pritt 02.12.2016 - 10:51:33

@Piefke Saga

Radio eins hat den Vorfall gestern Nachmittag mit eindeutigem Fingerzeig an einige Medien, nicht voreilig unaufgeklärte Sachverhalte zu verbreiten, dargelegt. Der aufgeklärte Stand der Dinge ist: Das "Kopftuchmädchen" ist mit einer Freundin(ohne Kopftuch) Döner essend in die Straßenbahn eingestiegen(was laut Beförderungsbedingungen untersagt ist). Der Straßenbahner hat die Mädchen per Lautsprecherdurchsage aufgefordert, dass Essen in der Bahn einzustellen. Dem kam lediglich das Mädchen ohne Kopftuch nach. Die zweite Aufforderung des Straßenbahners ging zur Unterscheidung nur noch an das "Kopftuchmädchen" verbunden mit der Aufforderung, anderenfalls die Bahn zu verlassen. Die 14-jährige erzählte anschließend zu Hause die Story vom Rausschmiss wegen Kopftuch und die Mutter machte eine Anzeige. Die Presse täte gut daran, bestimmte "Vorfälle", die sich einem bestimmten Schema zuordnen lassen: vermeintliches Opfer = Migrant/Ausländer/Flüchtiger vs. vermeintlicher Täter = Deutscher ohne jeglichenHintergrund nicht jedesmal aufzubauschen. Vor allem wenn diese lediglich auf einer unbestätigten Aussage aufbauen. So würde sie ihrem Auftrag "neutral und ohne Verurteilung" zu berichten näher kommen und vor allem das Makel der L...Presse verhindern. Zu dieser Wertung kam gestern Nachmittag auch die Radiomoderatoren. Auch wenn das einem Piefke gar nicht schmecken wird.

Piefke Saga 02.12.2016 - 10:17:09

U.M., ist Ihnen heute Ihr Sack Reis umgefallen?

Der Artikel stammt vom 30.11., seit gestern weiß man, was sich zugetragen hat. Sie kommentieren, nachdem Sie wohl erfahren haben, was sich wohl zugetragen hat. Sicherlich haben Sie das in Ihrer liebsten L.... presse gelesen. Die MOZ hat lediglich neutral und ohne Verurteilung irgendeiner beteiligten Person das mitgeteilt, was man zu diesem Zeitpunkt wußte. Klar, Sie hätten der MOZ gerne den Stempel der L.... presse aufgedrückt, denn das wäre es, was Sie 1) wohl befriedigt und 2) Ihnen ins Konzept passen würde. Voreingenommen und manipulativ sind Sie nicht, oder etwa doch?

Udo Müller 01.12.2016 - 22:22:32

MOZ übernimmt ungeprüft abenteuerliche Meldung

Die MOZ macht wieder mal Stimmung gegen hart arbeitende Menschen. Wer Kopftuch trägt hat scheinbar immer Recht. Wegen dieser Meldung verliert ein Stroßenbahnfahrer fast seinen Job. Ich habe gleich mit gesundem Menschenvertand gedacht, das sagt doch kein Straßenbahnfahrer. Es fahren doch täglich mehr Menschen mit Kopftuch als ohne mit der Straßenbahn. Die MOZ druckt auch jeden Blödsinn ab.

Norbert Wesenberg 01.12.2016 - 17:54:51

Und wieder eine DPA Ente

Allerdings sind solche Meldungen bestens dafür geeignet, auf die die Medien wie die Fliege auf den Misthaufen schwärmen. Schließlich geht es um Einschaltquoten und Verkaufszahlen. Wie sich nun herausstellte, hat der Tramfahrer völlig korrekt gehandelt und man muss wieder einmal zurück rudern. Nun fragt man sich welche Konsequenzen sich für die 14-jährige Muslima wegen falscher Anschuldigung und Verleumdung, daraus ergeben? Wer gestern Abend die Sendung Ihre Meinung "Wendepunkt Silvesternacht - Sind Flüchtlinge noch willkommen?" im WDR verfolgt hat, staunte nicht schlecht welche Meinungen in Köln und um Köln herum zu diesem Thema existieren. Der CDUler Wolfgang Bosbach, Mitglied des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, hat hier unmissverständlich Klartext gesprochen. Wer sich unserer Werteordnung und einer Integration verweigert, der hat Deutschland zu verlassen. Jedem Arbeitslosen stellt die BfA klare Zielforderungen, sonst gibt es kein Geld, während dessen einige Flüchtlinge ihren Aufenthalt hier offenbar als Ferienspaß auf Kosten der deutschen Steuerzahler verstehen.

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