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Prämien für Abschüsse

Wildschweine sollen verstärkt gejagt werden.
Wildschweine sollen verstärkt gejagt werden. © Foto: MOZ/Eggers
Mathias Hausding / 30.11.2016, 18:48 Uhr
Potsdam (MOZ) Wildschweine sorgen für immer größere Schäden an den Deichen im Osten Brandenburgs. Jetzt gab es dazu eine Krisensitzung mit Jägern, Vertretern von Kommunen und der Landesregierung. Resultat ist ein umfangreiches Sofort-Programm, wie Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Mittwoch verkündete.

Um die Schweine zurückzudrängen, werden im besonders betroffenen Nationalpark Unteres Odertal an einigen Stellen Elektrozäune errichtet. Auch Kirrungen soll es geben, also Futterplätze, an die das Wild gelockt wird. Weiterhin setzt man auf mobile Hochsitze am Deich, um gezielter jagen zu können. Die Durchführung größerer Jagden im Park wird vereinfacht.

Da der Handlungsbedarf ob der zunehmenden Wühlschäden überall an der Oder als hoch eingeschätzt wird, zahlt das Land zudem ab sofort eine Prämie von 20 Euro für jedes Wildschwein, das im Vergleich zum vergangenen Jagdjahr zusätzlich erlegt wird. Die Prämie gilt laut Ministerium für die gesamten Landkreise Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Spree-Neiße sowie für Frankfurt und Cottbus.

Bei allen Jagden in diesen Bereichen sei auch mithilfe von Kirrungen verstärkt das Ziel zu verfolgen, möglichst viele Bachen zu erlegen, teilte das Ministerium weiter mit. Sie gelten als Schadenverursacher Nummer eins.

Sämtliche Maßnahmen sind zunächst auf zwei Jahre befristet.

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