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Verständnis aufgebraucht

MOZ-Redakteur Jörg Schreiber
MOZ-Redakteur Jörg Schreiber © Foto: Jürgen Paulig
Jörg Schreiber / 30.11.2016, 18:54 Uhr
(MOZ) Der schier endlose Arbeitskampf bei der Lufthansa erreicht neue Dimensionen. Nicht mehr nur die Fluggäste sind verärgert über die ewigen Ausfälle. Auch das Bodenpersonal ist erbost, dass die - angesichts ihrer großen Verantwortung - sehr gut bezahlten Piloten nun schon zum 14. Mal im laufenden Tarifkonflikt streiken. Die nicht-fliegende Belegschaft bangt ganz einfach um die eigenen Jobs.

Das Bodenpersonal hat zu Recht wenig Verständnis für Gehaltsforderungen, die sich in der Summe auf gut 20 Prozent addieren. Allein dieser Aufschlag entspricht dem Lohn vieler anderer Beschäftigter. Und sollten die Piloten Erfolg haben, ist damit zu rechnen, dass an anderer Stelle gestrichen wird. Denn Preiserhöhungen zur Gegenfinanzierung wird die Lufthansa angesichts des Wettbewerbs mit Billiganbietern kaum durchsetzen können.

Tatsächlich geht es der Vereinigung Cockpit um mehr als Geld. Die Piloten protestieren gegen die Strategie des Unternehmens, das dem Personal bei den Billigtöchtern Eurowings und Germanwings weniger zahlt. Doch der Markt hat sich nun mal verändert, auch die Lufthansa muss sparen. Es gibt nur einen Ausweg. Die Piloten-Gewerkschaft sollte endlich einlenken: Nur über einen Schlichter lässt sich eine für alle Seiten vertretbare Lösung finden.

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