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Rot-Rot bekommt wieder mehr Zustimmung

Zufriedenheit mit Landesregierungen im Ländervergleich nach Daten von Iinfratest dimap
Zufriedenheit mit Landesregierungen im Ländervergleich nach Daten von Iinfratest dimap © Foto: MOZ/Jörn Sandner
Ulrich Thiessen / 30.11.2016, 19:07 Uhr
Frankfurt(Oder) (MOZ) Die Brandenburger sehen die Arbeit der rot-roten Landesregierung mehrheitlich positiv. 57 Prozent der Befragten geben an, dass sie zufrieden oder sehr zufrieden sind mit dem, was das Team um Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) abliefert. Das ist weniger als vor zwei Jahren, als die Werte noch bei 60 Prozent lagen, aber der Abwärtstrend, der seitdem eingesetzt hatte und im Mai dieses Jahres Zustimmungswerte von 54 Prozent hervorbrachte, ist erst einmal gestoppt.

Weniger oder gar nicht zufrieden sind 31 beziehungsweise sieben Prozent der Befragten. Vor einem halben Jahr gaben noch neun Prozent an, gar nicht und 32 Prozent weniger zufrieden zu sein. Im bundesweiten Vergleich liegt die brandenburgische Regierungskoalition im Mittelfeld. In Ostdeutschland hebt sie sich in der Zustimmung deutlich von den Nachbarn ab. Nur in Mecklenburg-Vorpommern waren die Werte im September dieses Jahres höher. Die Novemberzahlen für die Bundesregierung lagen nur bei 43 Prozent Zustimmung.

Die Aufschlüsslung nach Wählerpräferenzen zeigt, dass die Anhänger der SPD mit zusammen 77 Prozent der Regierung die besten Noten geben. Erstaunlicherweise kommen dahinter die potenziellen Wähler der CDU. Drei Prozent davon geben an, sehr zufrieden zu sein, 66 Prozent sind immerhin noch zufrieden. Vor einem halben Jahr lag der Wert zehn Punkte niedriger.

Im Lager der Linken ist man nicht so euphorisch. Nur zwei Prozent sind sehr zufrieden und 59 Prozent zufrieden. Die Unzufriedenheit ist bei den Wählern der Linken mit 33 Prozent fünf Punkte höher als bei denen der Christdemokraten. Von den Anhängern der Grünen sind 32 Prozent zufrieden und 66 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden.

Die größte Ablehnung der rot-roten Regierungsarbeit findet sich bei den potenziellen Wählern der AfD. Hier gibt zwar ein Prozent an, sehr zufrieden und 19 Prozent zufrieden zu sein, 42 Prozent sind jedoch weniger und 31 Prozent gar nicht zufrieden.

Ein Blick auf die Altersverteilung zeigt, dass diejenigen, die zwischen 35 und 49 Jahren alt sind, am positivsten auf die Arbeit der Landesregierung blicken. In der sich anschließenden Altersgruppe bis 64 Jahre ist die Skepsis am größten. Die teilweise oder völlig Unzufriedenen stellen hier mit 54 Prozent die Mehrheit. Nach Geschlechtern sortiert zeigt sich, dass Frauen mit 63 Prozent Zustimmung wesentlich wohlwollender auf das rot-rote Kabinett blicken als die Männer, bei denen nur 52 Prozent ihre Zufriedenheit zum Ausdruck bringen.

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