Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

AfD sackt in Wählergunst ab

Ulrich Thiessen / 30.11.2016, 19:09 Uhr
Frankfurt(Oder) (MOZ) Die AfD sinkt in der Gunst der brandenburgischen Wähler. Laut einer aktuellen Umfrage verliert sie vier Prozentpunkte im Vergleich zum Mai dieses Jahres. Die Regierungsparteien SPD und Linke sind im Vergleich zum Frühjahr stabil, blieben zusammen jedoch unter der 50-Prozentmarke.

16 Prozent der Brandenburger würden bei einer Landtagswahl die AfD wählen. Das ergab eine Umfrage von infratest dimap im Auftrag der Märkischen Oderzeitung und des RBB-Nachrichtenmagazins "Brandenburg Aktuell". Im Mai kam die Oppositionspartei noch auf 20 Prozent. Jetzt fällt sie hinter die Linke auf Platz vier zurück. Allerdings bleibt sie deutlich über dem Ergebnis der Landtagswahl 2014, als sie mit 12,2 Prozent ins Parlament einzog.

An der Spitze rangiert weiterhin die SPD, die um einen Punkt auf 30 Prozent leicht zulegen kann. Die CDU erzielt 25 Prozent (plus 2). Das ist der höchste Wert dieser Legislaturperiode, den sie zuletzt im Februar vergangenen Jahres erreicht hatte. Die Linke bleibt stabil bei 17 Prozent. Auch für die Grünen gibt es mit sechs Prozent keine Veränderung. Rechnerisch ergibt sich ein Patt zwischen dem Regierungslager aus SPD und Linker und den Oppositionsparteien. Zur Landtagswahl im September 2014 hatten Rot-Rot noch 50,5 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt.

Die Umfrage ergab, dass eine breite Mehrheit der Brandenburger eine erneute Kandidatur von Angela Merkel für das Amt der Bundeskanzlerin im kommenden Jahr begrüßt. 61 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Entscheidung der CDU-Bundesvorsitzenden gut finden. 35 Prozent sprach sich dagegen aus.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
harald woitke 01.12.2016 - 08:37:18

Kennen Sie das Phänomen?

Sie sitzen im Kabarett und es wird gefragt : Wer hat Angela Merkel gewählt? Betretenes Schweigen, keine Handmeldungen. Es sei denn, die Frage wird auf einer CDU-Mitarbeiterversammlung gestellt. So scheinen sich auch die Antworten auf Meinungsumfragen erklären. Wer outet sich schon gerne, dass er aus Protest Schmuddelkinder, Rechte, Populisten,...., wählt? Verfassungsschutz, Geheimdienste, Telefonüberwachung werden "gestärkt" und dann diese Frage zur politischen Einstellung? Nicht nur Politiker beherrschen "Political Correctness". Nein auch der kleine Mann lernt dazu. Meinungsumfragen dürften an Bedeutung verlieren. Brexit, Trump, AfD in Mecklenburg, alles durch Wähler den Demoskopen so nicht angekündigt! Parteien, welche denken, dass sie ihre Politik ausreizen können, in dem sie sich durch Meinungsumfragen Informationen einholen, wie weit sie ihr "Blatt ausreizen" dürfen, unterliegen zukünftig den Fehler ihrer "Karriere". Für Brandenburg dürfte, annäherndes Vertrauen in die Umfrage gesetzt,dass alles möglich und nicht unmöglich erscheint. Rot/Rot dürfte keine Zukunft haben. R2G erscheint eine- letzte- Option. Wobei die Grünen zwischen Wahlen höher gehandelt werden als am Wahltag. Bei 6% eher, wieder kein Einzug in den Landtag. Bleibt Rot/Schwarz. Interessant. Die SPD kommt dann, weil diese Option nur eine Regierungsbildung ermöglicht, einiger Maßen unbeschadet aus der misslungenen und in der Bevölkerung nicht mehrheitsfähigen Funktional-/Kreisgebietsreform heraus. Mit Verweis auf den Koalitionspartner und seiner Vaterlandspflicht dieses Land regierungsfähig zu halten, wird diese nicht umgesetzt. Die Linke ist raus und wird rigoros vorgeführt. Davon wird die Linke in Brandenburg nicht mehr erholen- zumindest so lange nicht mehr, wie Braunkohle in Brandenburg abgebaggert wird

Jürgen Hart 01.12.2016 - 08:20:11

AfD sackt in Wählergunst ab

Natürlich müssen die bezahlten Claqueure ihren Herrchen Mut machen. Natürlich glauben die Adressaten den Mist, müssen sie ja. War in der DDR auch nicht anders. Da klappte die ideologische Nabelschnur zwischen ND und Wandlitz auch bestens. Peinlich nur, dass die Klientel die ständig anderen vorhält, nichts aus der Geschichte zu lernen, selber die tumbeste Klientel im Lande ist. Die AfD wird diese überflüssigen Vereine, auch Parteien genannt, die nur noch der Versorgung ihrer Platzhirsche dienen, zum Teufel schicken. Nicht das die besser wären, das müssen sie erst beweisen. Auf alle Fälle können sie nicht schlechter sein, wie diese sich überlebten Parteien. Außerdem muss sich keiner um die AfD Sorgen machen, die sogenannten etablierten Parteien machen durch ihre "Politik" jeden Tag Werbung für die AfD und sorgen dafür, dass selbst Menschen die mal Stammwähler waren, die Fahne wechseln. Wenn die Merkelistas nicht von ihrem reichen Erfahrungsschatz als hochrangige SED- Propagandisten profitieren und die nächstjährigen Wahlen nach ihren Vorbildern arrangieren, wird es ein böses Erwachen für die Berufspolitnicks.

Friedrich Wilhelm 01.12.2016 - 07:17:20

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Und die Leser dürfen jetzt raten, aus welcher Blickrichtung das gilt: Aus Sicht der Regierung: endlich ist der Trend gestoppt. Aus Sicht der AfD: es reicht nicht, auf der Welle zu surfen, sonst stranden wir irgendwann am Ufer. Wir müssen mehr und besseres tun. Z.B. endlich mal eine kommunalpolitische Vereinigung aktivieren, nach 2 Jahren im Landtag. Das scheint ja wohl derzeit durch die Landes-AfD torpediert zu werden. Es gibt eigentlich keinen Grund, dass die Linkspartei auch nur ein einziges Promille besser dasteht, als die AfD. Sie ist personell wie inhaltlich völlig ausgezehrt und hat schon den drittten Justizminister verschlissen, auch wenn der noch im Amt ist. Eine "Arbeiterpartei", die ihre Mitarbeiter aushungert und ihnen 3 Monate lang kein Gehalt zahlt und sich lieber vor dem Arbeitsgericht verklagen lässt, anstatt das Existenzminimum ihrer Mitarbeiter abzusichern, was braucht es mehr, um jedwede Glaubwürdigkeit zu verlieren ? Und der Minister zählt zu den wahrhaftigen Gutverdienern im Lande und sch***t auf die einfachen Leute in diesem Land und verdient auf deren Kosten. Wenn sich die einfachen Leute nun angewidert von der Linkspartei abwenden, wer sollte es ihnen verdenken ?

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG