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Jahn-Handballer setzen Generalprobe fürs Derby mit 26:38 in den Sand

Befreiungsschlag verpasst

Gefragt: Melanie Baier muss ihrem Team neues Selbstvertrauen einimpfen
Gefragt: Melanie Baier muss ihrem Team neues Selbstvertrauen einimpfen © Foto: MOZ/Udo Plate
Oliver Viert / 30.11.2016, 19:12 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Für die Handballer des SV Jahn Bad Freienwalde kam es nun knüppeldick. Der Aufsteiger in die Brandenburgliga musste am neunten Spieltag die höchste Niederlage der bisherigen Spielzeit verkraften. Am Ende verlor der Neuling bei Lok Rangsdorf mit 26:38. Die Generalprobe für das sonnabendliche Heimderby (18 Uhr) gegen den vom Ex-Bad Freienwalder Torsten Raeck trainierten 1. SV Eberswalde ging also gründlich in die Hose.

Torhüter Marcus Schultz hatte sich abgemeldet und auch Spielmacher Christian Krause musste auf Grund einer Erkrankung passen und so nahmen nur zehn Kurstädter den Trip zu Lok Rangsdorf an, das sich im Vergleich zum Pokalspiel auf mehreren Positionen verändert präsentierte.

Die Deckung der Rangsdorfer agierte offensiv gegen den Ballführenden. Ergo war aus dem Rückraum wenig zu holen. Auch die Außenpositionen konnten nicht frei gespielt werden. Da die Kurstädter kein Mittel fanden, die Deckung spielerisch zu knacken, verzettelten sie sich häufig in Einzelaktionen. Viele von diesen fanden, wenn auch manchmal glücklich, den Weg ins gegnerische Tor. In der Defensive lief es kaum besser. Jeder deckte seine Position und es wurde kaum ausgeholfen. Rangsdorf spielte einen schnellen Ball und erarbeitete gegen die statisch agierende Jahn-Deckung viele Lücken, die umgehend in Tore umgemünzt wurden. So deutete sich bereits zur Halbzeit beim Stand von 18:13 ein Debakel an.

In der Pausenansprache ermahnte Trainerin Melanie Baier ihre Schützlinge nochmals eindringlich mehr als Mannschaft zu agieren. Allein: Die mahnenden Worte verhallten wirkungslos. Vielmehr dominierten die gastgebenden Rangsdorfer das Geschehen und bauten den Vorsprung auf 26:18 aus. Die Kurstädter spielten in der Folgezeit mit dem Mut der Verzweiflung - vergebens: Trotz aller Jahn-Bemühungen war gegen die Heimtruppe kein Kraut mehr gewachsen und es setzte eine 26:38-Auswärtspleite.

"Die Niederlage ist ärgerlich und darf in der Art und Weise nicht passieren. Wir haben gespielt, als ob wir nicht in die Liga gehören. Das zieht sich momentan durch die letzten drei Spiele. Wir werden in der Woche weiter daran arbeiten, uns spielerisch wieder als Mannschaft zu finden, um dann am Wochenende mit Selbstvertrauen aufzulaufen und den Befreiungsschlag zu landen", bilanzierte eine enttäuschte Melanie Baier.

Jahn Bad Freienwalde: Lars Schäfer, Carl Klemer - Chris Mattias (4), Grzegorz Kowalkowski (4), Oliver Viert (4), Raik Höhne (1/1), Marc Hieronimus, Leon Jagow (2), Eric Sindermann (6/1), Markus Block (5/4)

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