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Heimsieg der Erkneraner Volleyballerinnen

Sarah Hoppe / 30.11.2016, 19:20 Uhr
Erkner (MOZ) Die Volleyballerinnen des VSV Grün-Weiß Erkner haben in der 3. Liga Nord einen nicht unbedingt eingeplanten Heimsieg gegen den Tabellenvierten SC Alstertal-Langenhorn gelandet.

Es war ein Drama in fünf Akten, sprich Sätzen, an dessen Ende Frank Arenhold, der den verhinderten Trainer Jürgen Treppner vertrat, der Mannschaft ein großes Lob zollte: "Eine tolle Gesamtleistung und ein verdienter Sieg." Trotz des 3:2 (26:28, 25:20, 27:29, 25:22, 15:13) bleiben die Gastgeberinnen vorerst aber Tabellenletzte, jetzt immerhin gleichauf mit dem SV Warnemünde.

Die Grün-Weißen hatten von Beginn an deutlich gemacht, dass sie nicht gewillt waren, die Partie gegen den Favoriten aus Hamburg abzuschenken. Das Gäste-Team, das sich gern Scala kürzelt, musste gegen tapfer kämpfende Randberlinerinnen schon in die Verlängerung, ehe die 1:0-Satzführung feststand. Mit leicht veränderter Aufstellung übte der VSV im zweiten Durchgang von Beginn an Druck aus. Zuspielerin Anika Lippert setzte ihre Angreiferinnen gut in Szene, ließ den gegnerischen Block lange Wege gehen. Am Ende war es vor allem Mittelblockerin Anja Keilig, die den einheimischen Damen die Punkte zum Satzausgleich bescherte.

Dramatisch ging es weiter. Beide Trainer wechselten regelmäßig auf nahezu allen Positionen, auch, um Kräfte zu sparen, denn es blieb ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei den Grün-Weißen zeigte Ulrike Jung auf der ungewohnten Diagonalposition einige unkonventionelle, aber erfolgreiche Angriffe. Nach dem 2:2-Satzausgleich war zumindest ein Punktgewinn sicher.

Aber die Mannschaft, im Abstiegskampf schon mit dem Rücken zur Wand, mobilisierte noch einmal alle Kräfte. Mittelblockerin Juliane Krecklow sollte hinterher sagen: "Der Löwe hat seine Krallen ausgefahren." Damit spielte sie auf Scala-Trainer Jan Maier an, der vor dem Spiel gewarnt, die Erkneraner Mädels mit "einem verletzten Löwen" verglichen hatte, der "ungeahnte Kräfte freisetzen kann". Im Tiebreak provozierte der VSV Fehler der Hamburgerinnen, die zunehmend Nerven zeigten und letzlich geschlagen die lange Heimreise antreten mussten. Zum MVP wählte Maier Außenangreiferin Luise Erdmann.

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