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30.11.2016 20:45 Uhr - Aktualisiert 30.11.2016 20:40 Uhr

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Super Saisonauftakt: Dahlmeier siegt im Östersund-Einzel

Östersund (dpa) Laura Dahlmeier ist noch stärker aus der Biathlon-Pause zurückgekommen. In eindrucksvoller Manier trotzte die 23-Jährige dem tückischen Wind im schwedischen Östersund und gewann das erste Weltcup-Einzelrennen der Saison. «Damit hätte ich nie gerechnet», sagte sie.

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Laura Dahlmeier hat sich in Östersund im Einzel den Sieg geholt.

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Nach ihrem Sturmlauf ins Gelbe Trikot konnte sie ihr Glück kaum fassen. «Das Gelbe Trikot ist etwas, da träume ich seit Kindertagen davon, dass ich es irgendwann mal auch nur einen Tag tragen darf. Das ist ein ganz großer Moment für mich», sagte die beste deutsche Biathletin.

Mit dem Sieg im Klassiker über 15 Kilometer beendete Dahlmeier eine über viereinhalbjährige Durststrecke und ist die erste deutsche Skijägerin im Gelben Trikot der Weltcup-Gesamtführenden seit Magdalena Neuner am 18. März 2012. «Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Es ist der Wahnsinn», jubelte Dahlmeier nach ihrem achten Weltcuperfolg und ihrem ersten Sieg im Einzel überhaupt.

Acht Monate nach ihrer Wahnsinns-WM in Oslo mit Gold und insgesamt fünf Medaillen machte Dahlmeier den nächsten Schritt in ihrer bisher tollen Karriere. Zudem bescherte sie den Damen von Bundestrainer Gerald Hönig den besten Saisoneinstand seit dem 29. November 2007. Da hatte Martina Glagow als letzte Deutsche das Saisonauftaktrennen gewonnen. «So einen Einstieg kann man sich als Team nur wünschen. Laura gehört momentan zu den komplettesten Biathletinnen», sagte Hönig.

Dabei hatte Dahlmeier zuvor tiefgestapelt und keine Höchstleistungen angekündigt. Doch im Rennen zeigte sie, warum sie als legitime Nachfolgerin von Rekord-Weltmeisterin Neuner gehandelt wird. Im für seine berüchtigten Winde bekannten Östersund Skidstadion behielt Dahlmeier bei der Windlotterie vor allem beim finalen Schießen die Nerven und kam mit nur einem Fehler durch. «Die Bedingungen waren sehr schwierig und ich habe um jeden Treffer gekämpft. Nach dem Fehler dachte ich, das war es mit dem Sieg, aber es hat gereicht», sagte Dahlmeier, die zudem die beste Laufzeit ablieferte: «Dabei habe ich mich auf der Strecke gar nicht so gut gefühlt. Ich dachte noch, das fühlt sie wie im Training an, lauf schneller Laura.»

Am Ende hatte sie nach zwei Strafminuten 15,9 Sekunden Vorsprung vor der Französin Anais Bescond (1 Fehler). Dritte wurde die als einzige fehlerfrei gebliebene Weißrussin Darja Jurkewitsch (+ 1:17,3 Minuten).

Schon in der Vorsaison wäre der Gesamterfolg für Dahlmeier drin gewesen, doch sie verpasste aus Krankheitsgründen gleich sieben Rennen, wurde am Ende Sechste. Dieses Jahr kam sie bisher gesund durch und strotzt vor Kraft. «Schauen wir mal wo das noch so hin führt und was in der Saison noch so kommt», sagte sie.

Das tolle deutsche Ergebnis rundeten Franziska Preuß als Vierte und Vanessa Hinz als Zehnte ab. «Ich bin echt zufrieden. Es ging besser, als ich gedacht habe», sagte Preuß. Im letzten Jahr war sie gestürzt, hatte sich einen Haarriss im Steißbein zugezogen und musste mehrere Wochen pausieren. Jetzt ist die Freundin von Simon Schempp wieder auf einem guten Weg, wie sie nach dem Rennen sagte.

Franziska Hildebrand wurde nach fünf Schießfehlern 28. Maren Hammerschmidt schoss acht Fehler und wurde 60. Noch schlimmer erwischte es Miriam Gössner mit elf Fehlern beim Schießen und Rang 86.

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