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Bettina Winkler und Bernhard Sc 30.11.2016 20:21 Uhr
Red. FĂŒrstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de

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Festschrift, Theater und viele Gratulanten

FĂŒrstenwalde (MOZ) Mit einer Festveranstaltung und zahlreichen Projekten feierte die Gerhard-Goßmann-Schule ihr 60-jähriges Bestehen. Seit 1996 trägt die Bildungseinrichtung in Süd den Namen des Malers und Grafikers. Die Grundschule mit dem Schwerpunkt Neue Medien unterrichtet in einer Pilot-Klasse mit Laptops.

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Gerhard-Gossmann-Schule feiert Geburtstag: Vor 60 Jahren wurde das GebÀude als Lehreinrichtung in Betrieb genommen

© MOZ

Zur Festveranstaltung anlässlich des 60. Geburtstages am Mittwoch kamen viele Gratulanten. Darunter auch ehemalige Schüler. Einer davon war Günter Lehmann, der am 1. Dezember 1956 mit der 2. Klasse in den nagelneuen Klassenraum einzog. "Ich bin stolz mit zu erleben, wie sich meine Schule entwickelt hat", sagte Lehmann. Gerade die Entwicklung zur Medienschule sei in der heutigen Zeit wichtig. Günter Lehmann besuchte auch während des Projektunterrichts, der im Oktober und November in allen Klassenstufen zu verschiedenen Themen durch geführt wurde, die Zweitklässler und machte mit ihnen Pausenspiele, die in seiner Schulzeit üblich waren. "Die Kinder vergnügten sich bei Hopse, Seilspielen, Hula-Hoop, Fange und Reiterkampf", erzählte Günter Lehmann, der bei der Festveranstaltung auch eine kleine Rede hielt. Schautafeln mit Bildern der Projektarbeit und historische Schulmaterialien zogen zahlreiche Interessierte an. Auf der Bühne zeigten Schüler ein Programm, dessen Höhepunkt das Theaterstück "Reise durch die Geschichte unserer Schule", einstudiert während des Projektunterrichts, war. Jeder Gast erhielt zur Erinnerung ein druckfrisches Exemplar der Festzeitung.

Wie sich frühere Schüler an ihre Kindheit in dem Gebäude erinnern, ist immer wieder zu beobachten. Erst im Oktober traf sich der Abschlussjahrgang von 1958 zu einem Abend in Fürstenwalde, die ehemaligen Schüler reisten aus allen Himmelsrichtungen an, teilweise viele hundert Kilometer, darunter auch der ehemalige Lehrer Lutz, mittlerweile 81 Jahre alt, aus Wremen an der Nordsee.

Eröffnet worden war die Schule genau heute vor 60 Jahren, am 1. Dezember 1956. "Grundschule Süd" und im Volksmund "Reifenwerkschule" hieß sie damals. Später beherbergte das Haus vorübergehend eine Polytechnische Oberschule. Nach Maler und Grafiker Gerhard Goßmann benannt wurde sie 1996, auf Initiative der damaligen Schulleiterin Sieglinde Streckmann. Heute ist sie eine von vier staatlichen Grundschulen in der Stadt. Die Beliebtheit der Schule zeigt sich in Zahlen, seit die Stadt Fürstenwalde 2011 die Schulbezirke aufhob. Eltern von künftigen Erstklässlern dürfen nun frei wählen, welche Schule sie für ihr Kind bevorzugen - und für die Goßmannschule gab es mitunter mehr Anmeldungen als Plätze.

Die Stadt plant unterdessen eine umfangreiche Investition in die Bausubstanz des Gebäudes. Geplant ist eine Sanierung der Fassade für geschätzt knapp 600000 Euro. Dabei wird das vertraute Aussehen erhalten bleiben, denn das Schulhaus steht seit kurzem unter Denkmalschutz.

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