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01.12.2016 19:00 Uhr

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Firmen fördern Flüchtlinge

Berlin (jsc/dpa) Deutschlandweit haben bereits Tausende Flüchtlinge eine Arbeit gefunden. Vor allem dank Initiativen aus der Wirtschaft könnten es künftig deutlich mehr werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Integration gelingt.

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Teamarbeit: Bei Reuther in Fürstenwalde wird der Somalier Hamza Ahmed Aden (l.) von Thorsten Muschack unterstützt.

© dpa

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat rund 300 Firmen gedankt, die bislang 2500 Flüchtlingen eine Chance auf einen Beruf gegeben haben. Gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zog Gabriel am Donnerstag in Berlin eine positive Zwischenbilanz des Netzwerks "Unternehmen integrieren Flüchtlinge".

Der SPD-Vorsitzende sagte, der Einsatz kleiner und mittelgroßer Betriebe sei beeindruckend. Es bleibe aber noch viel zu tun: "Manche der zu uns kommenden Flüchtlinge denken nämlich nach wie vor, es gäbe nur zwei Alternativen - sofort zu arbeiten oder zu studieren." Umso wichtiger sei es deutlich zu machen, dass der Weg zu einer qualifizierten und gut bezahlten Beschäftigung oft auch über eine Ausbildung führe.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer berichtete, dass sich dem Netzwerk inzwischen 1000 Unternehmen angeschlossen hätten. Wichtig sei nun, dass Politik und Verwaltung die "3+2"-Zusage aus dem Integrationsgesetz unbürokratisch umsetzten. Flüchtlinge, die eine Ausbildung beginnen, sollen demnach eine Garantie dafür haben, die meist dreijährige Lehre zu beenden und danach zwei Jahre arbeiten zu können - unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Eine ebenfalls am Donnerstag vorgestellte Studie des McKinsey Global Institute kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Integration von Flüchtlingen ökonomisch auszahlen werde. Gelinge die Integration der aktuell rund 1,3 Millionen Flüchtlinge, die voraussichtlich als Asylbewerber europaweit anerkannt werden, könnten sie ab 2025 einen zusätzlichen Beitrag von 60 bis 70 Milliarden Euro jährlich zum Bruttoinlandsprodukt leisten, heißt es darin. Hinzu komme, dass die Altersstruktur der Flüchtlinge - 80 Prozent seien jünger als 35 Jahre - und die höhere Geburtenrate positive demografische Effekte haben dürften.

"Die Integration von Flüchtlingen ist für Europa eine ökonomische Notwendigkeit", erklärte Ko-Autorin Solveigh Hieronimus von McKinsey. Misslinge jedoch die Integration der Zuwanderer, würde sich das negativ auswirken - sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. In den vergangenen Jahren sei dafür zu wenig getan worden: Die Folge sei, dass die Arbeitslosenquote von Migranten in der EU 2015 doppelt so hoch wie unter EU-Bürgern gewesen ist. Es sei daher wichtig, die Flüchtlinge in Sprachkurse zu bringen, ihre fachlichen Qualifikationen effizient zu erfassen und so die Voraussetzungen zu schaffen, dass sie möglichst zügig in Arbeit kommen, heißt es.

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