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Diskussion in der Gemeindevertretung zum Ausbau / Verzicht auf Abbiegespur / Querungshilfe bleibt

Landhausstraße: Eine Spur nach nirgendwo

Hier geht es ins Tastomat-Gebiet: Auf eine extra Linksabbiegespur in der Landhausstraße wird verzichtet.
Hier geht es ins Tastomat-Gebiet: Auf eine extra Linksabbiegespur in der Landhausstraße wird verzichtet. © Foto: MOZ /Gerd Markert
Mathias Scherfling / 02.12.2016, 05:05 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Das Straßenbauvorhaben Landhausstraße im Ortsteil Eggersdorf stand auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Die Gemeinde plant, die Landhausstraße vom Ortsausgang Strausberg bis zur Umgehungsstraße L 303 auszubauen. Der Bereich ist ca. 700 Meter lang und soll geschätzt 644 000 Euro kosten. Wobei die Gemeinde Fördermittel beantragt hat. Zu diesem Projekt gab es noch Gesprächsbedarf.

Thomas Kraatz (Linke) fragte, ob die Kosten für die Planung und Realisierung einer Linksabbiegespur zum Tastomat-Gelände in Höhe von rund 40 000 Euro umlagefähig sind und ob man die Linksabbiegespur überhaupt benötigt. "Für ein Areal, das irgendwann eventuell einmal einen Gewerbepark bekommt", so der Abgeordnete.

Burkhard Paulat (TfPE) entgegnete, dass in der Gemeinde keine größere Fläche mehr für Gewerbe vorhanden sei. Außerdem habe der Eigentümer schon dreimal angefragt, hier Gewerbe zu entwickeln. Heiko Krause (FDP) meinte, die Anlieger befürworten nicht den Ausbau für Gewerbe, dazu kämen auf die Gewerbetreibenden hohe Kosten zu. Es gäbe außerdem keine konkreten Pläne. "Wir bauen hier eine Spur nach nirgendwo", sagte der FDP-Abgeordnete. Andreas Lüders (PEBB) unterstützte die Ansicht seines Fraktionskollegen: "So etwas anzulegen, dafür bedarf es eines konkreten Plans."

Darauf stellte Thomas Kraatz zwei Änderungsanträge. Zum einen, die Linksabbiegespur aus der Planung zu nehmen, zum anderen, auf die Querungshilfe in Höhe Einmündung Bötzseestraße zu verzichten. Er begründete den zweiten Antrag damit, dass am Ortsausgang Strausberg eine Querungshilfe vorhanden sei. Hierauf sagte Christine Schliebs (SPD): "Es geht nicht, dass wir hier zurück in eine Ausschusssitzung katapultiert werden." Thomas Kraatz erinnerte daran, dass dies zum demokratischen Prozedere gehöre: "Anträge dürfen gestellt werden."

Bei der anschließenden Abstimmung war die Mehrheit für den Verzicht auf die Linksabbiegespur. Die Querungshilfe hingegen bleibt wie vorgesehen erhalten. Am Ende wurde der geänderte Antrag mit großer Mehrheit zum Beschluss erhoben. Gebaut wird 2017.

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