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Rathaus dringt auf Komplettbebauung der Slubicer Straße

Stadt macht Schweizern Druck

Frank Groneberg / 02.12.2016, 05:54 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Realisierung des Großprojektes Slubicer Straße ist in eine entscheidende Phase getreten. Knackpunkt ist die nach wie vor ungelöste Frage der Übernahme mehrerer Grundstücke der Wohnungsbaugenossenschaft (Wohnbau) auf dem Areal zwischen der Kleinen Oderstraße und der Slubicer Straße. Zu diesem Thema gibt es seit mehr als zehn Monaten keine Bewegung.

Am Mittwoch informierte Baudezernent Markus Derling den Wirtschaftsausschuss der Stadtverordnetenversammlung über den Schriftverkehr zwischen der Stadt und den Investoren vom Schweizer Unternehmen Parc Real Estate Bern. In ihrem jüngsten Brief vom 18. November hätten die Schweizer versichert, sie wollten am Projekt festhalten, berichtete Derling. "Die Arbeiten zur Überarbeitung des Projektes laufen", hätten die Investoren mitgeteilt, und sollten noch jetzt im Dezember abgeschlossen werden. Im Januar 2017 wollten die Schweizer das angepasste Projekt in Frankfurt vorstellen.

Allerdings: Erst nach der Anpassung des Vorhabens - also nach der Neuplanung für die verbleibende Fläche ohne die Wohnbau-Grundstücke - wollen die Investoren ein neues Kaufangebot für die Wohnbau-Grundstücke entwickeln. Und da macht die Stadt nicht mit. Oberbürgermeister Martin Wilke habe am 28. November auf das Schreiben geantwortet und den Schweizern mitgeteilt: "Aus unserer Sicht wäre es am wichtigsten, zunächst die Verfügbarkeit der Grundstücke zu klären", sagte Markus Derling. Denn: "Aus unserer Sicht macht so ein Projekt nur Sinn, wenn alle Grundstücke zur Verfügung stehen." Im Klartext heißt das: Die Stadt lehnt die Bebauung nur eines Teils des Areals - also ohne die Grundstücke der Wohnbau - ab.

Im Januar waren die Kaufverhandlungen zwischen Parc Real Estate und der Wohnbau gescheitert. Die Stadt hatte daraufhin angekündigt, trotzdem im Frühjahr mit den archäologischen Voruntersuchungen beginnen zu wollen. Bislang wurden jedoch keine Arbeiten durchgeführt.

Kommentare

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Piet Pritt 02.12.2016 - 20:18:33

beim Lesen dieser Zeilen drängt sich mir die Frage auf ...

ist Frankfurt (Oder) überhaupt in der Position, Druck zu machen. Was ist denn die Alternative?

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