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Maria Neuendorff 02.12.2016 06:03 Uhr

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Kürzere Takte auf vielen Linien

Berlin (MOZ) Dass Berlin boomt, bekommen besonders Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr hautnah zu spüren. Um die im Berufsverkehr häufig überfüllten Busse und Bahnen zu entlasten, kündigen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zum Fahrplanwechsel kürzere Takte und eine neue Buslinie an.

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Zum dritten Advent will sich die BVG nicht lumpen lassen und an ihre Nutzer ein paar Weihnachtsgeschenke verteilen. Freuen dürfen sich U-Bahn-Fahrgäste in ganz Berlin. Ab dem 11. Dezember kommen am Morgen und am Abend die Züge auf fast allen Linien häufiger als zuvor, teilt das Unternehmen mit.

Wer am Abend oder in der Nacht vor einem Wochentag im Untergrund unterwegs ist, kann sich künftig bis zur letzten Fahrt auf einen Zehn-Minuten-Takt verlassen. Das bedeutet: Bis zu fünf Minuten weniger warten als bisher. Sonntags bis donnerstags fahren die letzten Züge an allen U-Bahnhöfen zwischen 0.30 und 1 Uhr.

Auch am Morgen gehen die U-Bahnen in dichterer Taktfolge in den Betrieb. Außer auf Teilstücken der U1, U3 und U6 gibt es auf allen Linien bereits ab Betriebsbeginn einen Zehn-Minuten-Takt. Montags bis freitags fahren die ersten Züge überall zwischen 4 und 4.30 Uhr ab. Nur auf der U1, U3, U4 und U55 kommen die ersten Bahnen streckenweise etwas später, auf jeden Fall aber vor 5 Uhr.

Vom neuen Fahrplan profitieren besonders Fahrgäste der U8. Die sogenannten Verstärkerfahrten werden von Osloer Straße bis Paracelsus-Bad verlängert. Das bedeutet einen Fünf-Minuten-Takt zwischen Hermannstraße und Paracelsus-Bad von 6 bis 21 Uhr an Werktagen, sonnabends von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 12.30 bis 19 Uhr - auch in den Schulferien.

Auch bei Bus und Straßenbahn haben die BVG-Planer über den Tabellen und Karten gebrütet, Takte verdichtet, Betriebszeiten verlängert oder Anschlüsse optimiert. Dabei haben sie mehrere Pakete geschnürt, von denen besonders die City und der Nordosten Berlins profitieren. Die Linie 147 zum Beispiel fährt auf dem Abschnitt zwischen Ostbahnhof und Märkisches Museum montags bis sonnabends morgens eine Stunde früher und abends zwei Stunden länger als bisher.

Auf der Linie 194 fahren die Busse zwischen U-Bahnhof Hermannplatz und S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost sonntags von etwa 11 bis 19 Uhr alle zehn statt 20 Minuten. Die Linie 256 wird am Wochenende bis zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde verlängert. Der Bus M45 fährt zwischen Zoo und dem Spandauer Johannesstift wochentags künftig von 6 bis 20 Uhr im Sechs-Minuten-Takt.

Neben Verbesserungen auf über 20 Buslinien gibt es mit der Linie 169 sogar eine komplett neue Verbindung. Sie führt von Müggelheim über die Altstadt und den S-Bahnhof Köpenick zum Elsterwerdaer Platz in Marzahn-Hellersdorf. Die Linie 269 übernimmt ab S-Bahnhof Köpenick die Strecke der bisherigen Linie 164 und wird zum U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord verlängert.

Die Linie 162 wird montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr vom S-Bahnhof Adlershof zum Schloßplatz Köpenick verlängert, auf gleicher Strecke wie die Linie 164. Dadurch entsteht zwischen Adlershof und Köpenick ein Zehn-Minuten-Takt.

Der Bus 175 beginnt auf dem Teil Schichauweg unter der Woche schon ab 5.30 statt 7 Uhr. Auch die Linie X33 zwischen Rathaus Spandau und dem Märkischen Viertel nimmt am Sonnabend zwei, am Sonntag eine Stunde früher den Betrieb auf als bisher.

Auch auf der am stärksten nachgefragten Straßenbahnlinie M4 wird es laut BVG Verbesserungen geben. Ab dem 11. Dezember fahren die Bahnen zwischen Falkenberg beziehungsweise der Zingster Straße und dem S-Bahnhof Hackescher Markt montags bis freitags im Spätverkehr häufiger. Bis etwa 20 Uhr kommen die Bahnen alle drei bis vier Minuten, anschließend bis etwa 21 Uhr alle fünf Minuten und danach bis 0.30 Uhr alle sechs bis sieben Minuten.

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