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Margrit Meier 02.12.2016 06:06 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Fachpersonal selbst gemacht

R├╝dersdorf (MOZ) Die Immanuel Klinik Rüdersdorf setzt breit gefächert auf die Ausbildung von eigenem Fachpersonal. Seit Neuestem ist sie akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB).

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Immanuel Klinik R├╝dersdorf: In der Gesundheitseinrichtung wird Fachpersonal f├╝r ganz verschiedene Anforderungen ausgebildet und am liebsten auch gleich noch eingestellt.

© MOZ Gerd Markert

Wer an der MHB Medizin studiert, wird früher oder später einen Teil der praktischen Ausbildung in Rüdersdorf absolvieren. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie unter Chefarzt Prof. Martin Heinze ist seit einem Jahr Hochschul-Klinik für alle Studenten der MHB, die sich im achten Semester der Psychologie widmen. Der Professor wiederum hält an der Hochschule in Neuruppin Vorlesungen.

Nun ist die Zusammenarbeit weiter vertieft worden und die Immanuel Klinik akademisches Lehrkrankenhaus. Wenn die Studenten mit ihrem Studium fast fertig sind, erproben sie sich in verschiedenen Abteilungen. Die Chirurgie und Innere Medizin stehen dafür fest, eine dritte Abteilung können sie frei wählen. Vier Monate verbringen die Studenten in jeder Abteilung.

Dass die Immanuel Klinik Rüdersdorf akademisches Lehrkrankenhaus geworden ist, freut Geschäftsführer Alexander Mommert, kommt aber nicht von ungefähr. Denn neben der Ruppiner Kliniken GmbH und dem Städtischen Klinikum Brandenburg ist die Immanuel Diakonie - mit den Kliniken Rüdersdorf und Bernau - Mitgründer und Gesellschafter der privaten Hochschule in Neuruppin. "Wir haben in den vergangenen Jahren einen deutlichen Nachfrageschub nach Gesundheitsleistungen erfahren, darauf reagiert und zusätzliche Leistungen entwickelt. Dafür brauchen wir aber auch Fachpersonal", sagt Mommert. Dazu zählen u. a. Mediziner, die an der privaten Hochschule studieren. Das kostet Geld. Neben günstigen Krediten, die die Studierenden nach Abschluss des Studiums zurückzahlen, gibt es auch Stipendien. Wer das bekommt, verpflichtet sich im Gegenzug, fünf Jahre an "seiner" Klinik zu arbeiten.

Auch die Poliklinik der Immanuel Klinik ist auf Studenten eingestellt. Die leitende Ärztin Anke Speth erklärt: "Wir sind fünf Kollegen in der Poliklinik, die die Ausbildungsermächtigung haben." Nicht nur Studenten können patientennah lernen und arbeiten, sondern seit Neuestem auch Assistenzärzte ausgebildet werden.

Mark Krüger-Fonfara ist der Leiter der therapeutischen Abteilung in der Rüdersdorfer Gesundheitseinrichtung. So gibt es nun auch Bachelor-Studiengänge für Physiotherapeuten zum Beispiel an der BTU Cottbus, Außenstelle Senftenberg, und für Ergotherapeuten an der Wannseeschule. "Wir sind für beide Einrichtungen Kooperationspartner für die praktische Ausbildung", sagt Krüger-Fonfara. Vorteil der Anbindung an ein so großes Krankenhaus wie das in Rüdersdorf sei, dass die künftigen Physio- und Ergotherapeuten durch die vielen Abteilungen auch mit ganz unterschiedlichen Anforderungen - chirurgische, neurologische, internistische, somatische - konfrontiert werden. Zwischen acht und zwölf Wochen verbringen die Bachelor-Studenten in Rüdersdorf. "Und einige kommen hoffentlich wieder", sagt Mark Krüger-Fonfara. Doch, da ist er guter Dinge. Denn seit Langem schon betreuen er und die Kollegen die angehenden Physiotherapeuten der medizinischen Fachschule Eisenhüttenstadt und die angehenden Ergotherapeuten, die an der Fachschule in Angermünde ihr Handwerk lernen.

2012 hat die Immanuel Klinik die Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpfleger verändert. So startet die Ausbildung für je acht junge Leute immer zum April und zum Oktober. "Dadurch können wir alle halbe Jahre nach der dreijährigen Ausbildung auf selbst geschultes Personal zugreifen", sagte Koordinatorin Diana Schulz. Eng arbeitet sie mit der Akademie der Gesundheit in Berlin-Buch zusammen, aber auch mit der Steinbeis-Akademie, die seit Ende 2015 den Gesundheits- und Krankenpflegern ein ausbildungsbegleitendes Bachelor-Studium anbietet. Seit 2012 absolvieren die Notfallsanitäter der Landesrettungsschule Brandenburg die praktischen Dinge ihres Berufs, vom Intubieren bis zur Flexüle legen, in Rüdersdorf. Ausgebildet werden auch medizinische Fachangestellte für die Poliklinik, die heute als Manager für Arztpraxen gelten - und von der Abrechnung bis zur Notfallmedizin ein breites Spektrum lernen.

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