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Daniela Windolff 02.12.2016 06:50 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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Hochstapler und Gänsedieb

Angermünde (MOZ) Klein aber fein und "gans" gemütlich - so definiert der Angermünder Tourismusverein als Organisator und Veranstalter den Gänsemarkt, der nun zum 16. Mal auf dem Marktplatz vor dem historischen Rathaus seine Pforten öffnet.

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Gut gelaunt: Lisa Henning vom Angermünder Hotel Weiss serviert leckere Gänsekeulen.

© MOZ/Oliver Voigt

Hochstapler sind in diesem Jahr in Angermünde besonders willkommen. Doch es geht nicht darum, wer am besten flunkern und aufschneiden kann, sondern wer es schafft, die meisten Holzscheite übereinander zu schichten. Das Kaminholzstapeln ist eine der neuen Attraktionen des diesjährigen Gänsemarktes, bei denen die Mitwirkung der Besucher gefordert ist. Die Tagessieger werden mit einer Weihnachtsgans "entlohnt". Außerdem wird am Sonntag das gespendete Kaminholz für einen guten Zweck versteigert.

Doch es ist nicht die einzige lustige Aktion des viertägigen Markttreibens rund um die große Weihnachtstanne. Die Kinder können sich beim Wettspiel "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" ausprobieren, sich mit Clown Nanü amüsieren oder sich vom Weihnachtsmärchen des Theaters Stolperdraht verzaubern lassen. Außerdem sucht der Weihnachtsmann Fotos von Kindern, die sich 2005 zum ersten Mal mit ihm auf dem Gänsemarkt fotografieren ließen. Wer ein solches Foto mitbringt, kann sich kostenlos erneut mit dem Alten fotografieren lassen und erhält obendrein ein schönes Geschenk. Zum ersten Mal lädt Stadtführer Steffen Tuchscherer, bekannt als Hirsch Hannibal, zu einer spannenden Kinder-Erlebnistour durch die Geschichte Angermündes ein, die täglich um 15 Uhr beginnt.

Joanna Henschel, Geschäftsführerin des Angermünder Tourismusvereins machte zur Eröffnung des Gänsemarktes am Donnerstag auf die vielen Angebote und Höhepunkte in diesem Jahr aufmerksam. Vieles ist bewährt und vertraut, anderes neu.

Neu ist auch die Eröffnung durch Bürgermeister Frederik Bewer, der erst im Sommer sein neues Amt angetreten hat und nun zum ersten Mal auf der Bühne des Gänsemarktes stand. Doch nicht singend wie sein Vorgänger. Das überließ er dann doch Wolfgang Krakow, der nun als Pensionär das traditionelle Gänsemarktlied gemeinsam mit der Singeklasse der Puschkinschule und ihrem Leiter Siegfried Soldan anstimmte. Und natürlich wurde auch Gänsepapa Otto Betker zünftig auf der Bühne begrüßt, dieses Mal auf Grund der Vogelgrippe ohne Gans. Auf die muss der Gänsemarkt dennoch nicht verzichten. Sie schnattern munter im Heu unter der Tanne, geschützt durch ein Netz.

Und wer sich seinen Weihnachtsbraten frisch vom Gänsemarkt ordern möchte, hat dazu ausreichend Gelegenheit. 200 Gänse hat Otto Betker mitgebracht, frisch geschlachtet oder tiefgefroren. Trotz des Schmuddelwetters mit Nieselregen kamen schon zur Eröffnung um die Mittagszeit viele neugierige Schaulustige, um zu gucken, was der diesjährige Markt zu bieten hat, der seinen romantischen Zauber erst richtig im Glanz der 1000 Lichter entfaltet. Zu schlemmen gibt es vor allem regionale Spezialitäten von Gut Kerkow, Uckermärker Fleisch und Wild, Hemme-Milch, Hotel Weiss und der Angermünder Seenfischerei, vom gebackenen Fisch über Bratwurst, Gulasch bis zur knusprigen Gänsekeule im Honigmantel.

Ein Schmaus für Augen und Ohren ist das Bühnenprogramm, das von Schlager bis Hexenshow Vielfalt bietet. (Seite 15)

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