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Julia Lehmann 02.12.2016 06:52 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Der etwas andere Unterricht

Finow (MOZ) Schule soll bestenfalls dafür sorgen, dass Schüler einen Berufswunsch entwickeln. Da neben dem Unterricht oft wenig Zeit bleibt, in Betrieben zu hospitieren, hat das Gymnasium Finow ein berufsorientiertes Projekt in den Lehrplan integriert.

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Protagonisten aus alten Socken: Lara, Aim├Ęe, Vanessa, Justin und Oliver (v. l.) haben die Inszenierung der Geschichte "Der Gr├╝ffelo" als Theaterst├╝ck zu ihrem Projekt erkl├Ąrt und dazu mit den Kindern der Lichterfelder Grundschule Sockenpuppen gebastelt.

© MOZ/Thomas Burckhardt

Ein bisschen haben manche Schüler den Sinn des Seminarkurses umgangen, findet Lehrerin Simone Smolka. Aus den Projekten, an denen die Schüler etwa ein halbes Jahr gearbeitet haben, sind viele soziale Aktionen heraus entstanden, die allerdings weniger einen Berufswunsch hervorbrachten. Dabei war neben der Arbeit im Team vor allem eine Orientierung in der Berufswelt das erklärte Ziel.

Lina Nagy ist erleichtert. Sie konnte in dieser Woche den fertigen Imagefilm vorstellen, den ihre Projektgruppe der Stadt Eberswalde gewidmet hat. Sieben Stunden Bildmaterial sind zusammengekommen. Daraus wählte die Gruppe die schönsten Ansichten der Stadt. Etliches musste mehrfach gedreht werden, weil die Gruppe Probleme mit der Technik oder dem Wetter hatten, sagt die 18-Jährige. Der gut fünfminütige Film kann sich aber sehen lassen. Beruflich wolle aber niemand aus der Gruppe einmal an der Kamera arbeiten. Für Linas und die 15 anderen Gruppen stellte die Messe in der Schulturnhalle den Abschluss des Seminarkurses des 12. Jahrgangs dar. Dazu waren Eltern, Lehrer und Sponsoren in die Turnhalle eingeladen - von denen allerdings nur eine Handvoll gekommen war.

Handwerklich kreativ ist die Projektgruppe um Lara Philipp geworden. Die drei Mädchen und zwei Jungs haben gemeinsam mit den Kindern der Grundschule Lichterfelde Sockenpuppen gebastelt und sie zu den Protagonisten eines Theaterstücks gemacht. Gespielt wurde die Geschichte "Der Grüffelo". "Jedes Kind bekam eine Rolle zugeteilt und hatte danach die Sockenpuppe gebastelt", erklärt die 17-jährige Lara.

Die Jungsgruppe um Paul Grassow hat sich wie viele der Schüler ebenfalls für die Arbeit mit Kindern entschieden. Mit den Erst- bis Drittklässlern der Kita Villa Kunterbunt haben die Jugendlichen Hochbeete angelegt und Gemüsepflanzen gesetzt. "Wir wollten etwas Sinnvolles und Nachhaltiges machen, das nicht so langweilig wie in der Schule ist", erklärt der 18-jährige Paul die Idee.

Auch die Gruppe um Julia Stiffel wollte sich um die Kleineren kümmern. Sie schmissen für die neuen Siebtklässler eine Willkommensparty. "Ich habe mich an meinen Kennenlernabend erinnert", sagt Julia. Da war die Idee geboren. Es wurden Spiele angeboten, um das Schulgelände zu erkunden und einander kennenzulernen.

Sportlich ging es bei den beiden Gruppen zu, die Teams für den zehnten Eberswalder Stadtlauf im September zusammengestellt hatten. Maria Rotter und ihr Mitstreiter konnten 29 Schüler- und zwei Lehrerteams gewinnen. Mit einem Zwei-Kilometer-Lauf gingen auch 12 Kinder der Kita Zwergenland an den Start. Organisiert hat das die Gruppe um die 17-jährige Lisiane Schedel.

Die 18-jährige Anne Kolkwitz ist etwas enttäuscht: Ihre Gruppe hatte Kinder aufgefordert, ihre Berufswünsche zu malen. Daraus sollte ein Kalender entstehen, allerdings lässt die Druckerei, die sich als Sponsor gefunden hatte, bis heute darauf warten.

Die Früchte ihrer Arbeit konnte das Projekt "Running for Help" sogleich ernten. Bei dem Spendenlauf kamen 2222 Euro zusammen, die unter anderem an das Hospiz "Auf dem Drachenkopf" gehen. Einrichtungsleiter André Heenemann war in die Turnhalle gekommen, um den Scheck in Empfang zu nehmen.

Zu guter letzt das Fazit der Umfrage-Gruppe um Moritz Lüdke, das mit typisch brandenburgischem Optimismus daherkommt: "Viele Eberswalder finden, es war in der Stadt schon mal schlechter", fasst der 18-Jährige zusammen. Insgesamt hatten die Jungs 110 Leute befragt.

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