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Gemeindevertretung bewilligt Zuschuss

Rufbus-Service für Grünheider ist startklar

Joachim Eggers / 02.12.2016, 07:30 Uhr
Grünheide (MOZ) Alte und gehbehinderte Grünheider sollen ab 1. Januar den Rufbus-Service der Johanniter-Unfallhilfe in Anspruch nehmen können. Die Gemeindevertretung hat einstimmig beschlossen, dafür bis zu 10 000 Euro jährlich zur Verfügung zu stellen. Die Johanniter sind startklar.

Die Fahrt kann an Zielorte innerhalb der Großgemeinde führen, aber auch nach Erkner oder Fürstenwalde. Die Finanzierung teilen sich zu je einem Drittel der Fahrgast, die Gemeinde und die Johanniter. Jeder Kilometer kostet 1,95 Euro. Ein Drittel davon sind 65 Cent. Zehn Kilometern würde den Fahrgast also 6,50 Euro kosten. Dabei werden die Kilometer ab dem Punkt gerechnet, an dem der Bus gerade unterwegs ist, sagte Bürgermeister Arne Christiani auf eine Nachfrage und nannte als fiktives Beispiel die Strecke Erkner-Spreeau. Damit ist klar, dass nicht jedes Mal die ganze Strecke vom Standort des Fahrzeugs in Schöneiche abgerechnet wird. Vom dort eingeführten Modell haben sich die Grünheider ihres abgeschaut.

Die Johanniter, die insgesamt 13 Busse und 18 Mitarbeiter in Schöneiche haben, erstellen täglich Routenpläne, erläutert Sprecherin Mandy Lehmann, um die die Aufträge ihrer Partner - besonders genannt wird dabei die Grünheider Median-Klinik - mit den Wünschen der Fahrgäste in Einklang zu bringen. Der "Grünheidebus", wie die Johanniter ihn nennen, wird von Montag bis Sonnabend von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Einsatz sein. Auch an Feiertagen fährt er in diesen Zeiten, es sei denn der Feiertag fällt auf einen Sonntag, so Mandy Lehmann.

Nutzungsberechtigt sind alle Grünheider, die "für die Johanniter offensichtlich in ihrer Mobilität eingeschränkt sind", sagte Sozialamtsleiter Bernd Schlüter auf Nachfrage. Niemand müsse etwa einen Behindertenausweis vorlegen. Die Bürger können den Bus telefonisch oder per Mail bestellen, mindestens einen, besser zwei Tage im voraus, so Mandy Lehmann.

Schlüter nahm es auf seine Kappe, dass im Sozialausschuss von einer Obergrenze von 5000 Euro die Rede gewesen war; im Hauptausschuss davor waren die 10 000 Euro genannt worden. "Ich habe die Summe versehentlich halbiert." Ohnehin, so Christiani, gehe es um eine Obergrenze, abgerechnet werde zum Jahresende. Drei Monate vor Jahresende soll es einen Bericht geben.

Bestellung unter Tel.: 030 311662177 oder per E-Mail: gruenheidebus.odls@johanniter.de.

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