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Theaterleute mit viel Mut gegen den angeblichen "Super Gau"

Anna Büge vom Vorstand der Theaterfreunde befragte die künstlerische Leiterin Katja Lebelt zum Stand der Dinge im Theater.Foto: Herrmann
Anna Büge vom Vorstand der Theaterfreunde befragte die künstlerische Leiterin Katja Lebelt zum Stand der Dinge im Theater.Foto: Herrmann © Foto: MZV
Gabriele Herrmann / 02.12.2016, 10:50 Uhr
Brandenburg (MZV) "The Show must go on" - und sie wird weitergehen. Auch im Brandenburger Theater, ist sich die künstlerische Leiterin Katja Lebelt sicher. "Dieses Jahr war ein schwieriges. Es gab bzw. gibt viele Probleme, natürlich auch finanzieller Art. Doch die Situation entspannt sich langsam. Die Grundstimmung ist mittlerweile positiv", bekräftigte Katja Lebelt. Auf Einladung der "Freunde des Brandenburger Theaters e.V." stellte sie im Foyer des Großen Hauses eine Auswahl der anstehenden Eigenproduktionen vor und gab ein Statement zum Stand der Dinge im Theater. Auf dem Programm steht die Musicalstory "A New York Christmas", die kurzweilig und heiter den Stress der Weihnachtszeit vergessen lässt; die Silvester-Revue "Großer Ball im Café Oske" als musikalische Reise in die goldene Vergangenheit der späten 20er Jahre und das Kinder- und Familienkonzert "Nussknacker und andere Geschichten zur Weihnacht" begleitet von den Brandenburger Symphonikern. Einige Vorstellungen sind ausverkauft für einige gibt es nur noch wenige Karten. "Das trotz der Horrormeldungen, auch über eine drohende Insolvenz, die uns sehr geschadet haben", erklärte Katja Lebelt. Diese negative Berichterstattung hatte jedoch auch seine guten Seiten. "Die Öffentlichkeit und das Staatsministerium, in Person von Monika Grütters, sind auf diese missliche Lage aufmerksam geworden und haben deren Unterstützung bewirkt", so Lebelt weiter. Neben dem Theater in Potsdam sind in Zukunft die Schauspielhäuser in Schwedt und Senftenberg als Kooperationspartner vorgesehen. Zudem stehe eine neue Orchester-Managerin bereit. Diese befindet sich noch in der Einarbeitungsphase. "Das Theater soll damit stabilisiert werden und in Zukunft soll es bis auf wenige Ausnahmen keine Programmabsagen mehr geben", verspricht die künstlerische Leiterin. Dennoch der andauernde Überlebenskampf um das Schauspielhaus bindet wichtige Kräfte. Intendant, Geschäftsführer und Mitarbeiter sollten eigentlich für eine Erhöhung des Kulturpegels sorgen. Stattdessen führte das "Hick Hack" sogar bei den engsten Vertrauten des Vereins "Freunde des Theaters" zu Irritationen. Zu einem durch das angebliche Haushaltsloch in Höhe von 800.000 Euro und natürlich durch die Absagen, die zu einem bleibenden Imageschaden führen könnten. Bei vielen werden dabei Erinnerungen, an eine Zeit in den neunziger Jahren wach. Damals wurde das Theater drastisch gesundgeschrumpft und ist sehr erfolgreich wieder auferstanden. "Gerade deshalb, und allen Schieflagen zum Trotz, können wir stolz auf unser Stadttheater sein. Das im nächsten Jahr, komme es wie es wolle, seinen 200. Geburtstag feiern wird und das hoffentlich mit einer großen Geburtstagsfeier", bekräftigte Anna Büge vom Vorstand der Theaterfreunde. Auch das Theaterfrühstück findet modifiziert und lukrativer gestaltet mit Programmausschnitten seine Fortsetzung. Die Adventszeit ist die Konzert- und Theaterzeit schlechthin. Weihnachten, das Fest der Geschenke. "Kommen Sie zu uns ins Theater oder verschenken Sie Tickets für die Vorstellungen. Das Brandenburger Theater wird auch im nächsten Jahr viele kulturelle Highlights bieten und einen "Super Gau' wird es nicht geben. Es geht auf jeden Fall weiter", resümierte Katja Lebelt.

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