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Verkauf in trockenen Tüchern

Die Gebäude der Adler-und Löwenkaserne zu Elstal verfallen zusehends. Das Gelände ist nun verkauft.
Die Gebäude der Adler-und Löwenkaserne zu Elstal verfallen zusehends. Das Gelände ist nun verkauft. © Foto: Neubauer
Patrik Rachner / 14.01.2017, 00:01 Uhr
Elstal (MOZ) Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen: Die rund 46,5 Hektar große Fläche der ehemaligen "Adler- und Löwenkaserne" in Elstal ist an einen privaten Investor durch den Landesbetrieb Brandenburgische Boden, der Verwertungsgesellschaft für Konversionsflächen, verkauft worden. Das bestätigte Thomas Vieweg vom Finanzministerium des Landes Brandenburg auf Anfrage.

"Zum Inhalt des geschlossenen Kaufvertrages können wir allerdings keine weiteren Angaben machen", sagte er. Über die Kaufsumme wurde zunächst Stillschweigen vereinbart. Im Haushaltausschuss war zuletzt der Veräußerung politisch zugestimmt worden.

Indes soll es sich beim Investor federführend um Robert Dahl handeln, der bereits auf dem Nachbargrundstück Karls Erlebnisdorf erfolgreich betreibt, wie mehrere Quellen bestätigten. Noch im Januar sollen die detaillierten Pläne bekannt gegeben werden.

Die Verhandlungen und Sondierungsgespräche haben sich auch vor dem Hintergrund des Nutzungskonzeptes lange hingezogen, sind aber nun erfolgreich zum Abschluss gebracht worden. Wustermark blüht damit weiter auf. So boomt das Güterverkehrszentrum und auch das Olympische Dorf wird beispielsweise unter anderem mit Hilfe von Bundesmitteln in Höhe von 2,6 Millionen Euro entwickelt. Dass nun auch das brachliegende Gelände der ehemaligen "Adler- und Löwenkaserne" einer Nachnutzung zugeführt wird, spricht für sich.

Das Grundstück in der Döberitzer Heide ist mit zahlreichen maroden Militäreinrichtungen, die allesamt verfallen, bebaut, allerdings auch kontaminiert. Die Kasernen wurden als zwei separate Einrichtungen Ende der 1930er Jahre fertiggestellt. Für die Gebäudekomplexe existiert kein Denkmalschutzstatus, sodass ein Abbruch der Objekte genehmigungsfähig ist. Das soll dem Vernehmen nach bis auf ein Gebäude mit turmähnlichen Aufsatz nahezu ausschließlich passieren. Der rechtskräftige Flächennutzungsplan der Gemeinde Wustermark für das Areal ist übrigens als Sondergebiet für die Nutzungen Erholung, Freizeit und Sport sowie Wald- und Grünflächen ausgewiesen.

Wie gut unterrichtetete Kreise berichteten, sollen auf dem Gelände Appartements im Bungalow-Charakter entstehen. Ein künstlich angelegter riesiger Badesee soll mittig angelegt werden. Möglicherweise entsteht auch ein Hallenbad und offensichtlich vieles mehr.

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