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Hans-Joachim Mechelke* 14.01.2017 06:20 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Pflege der Stadtgeschichte in guten Händen

Bad Freienwalde (MOZ) Der Freundeskreis des Oderlandmuseums zieht eine erfolgreiche Jahresbilanz, blickt aber gleichzeitig mit Sorge auf die Zukunft des Schlosses Freienwalde.

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© MOZ/Steffen Göttmann

Auf seiner letzten Sitzung zog der Freundeskreis des Oderlandmuseums Bilanz für das Jahr 2016 und erörterte die Unterstützungsmöglichkeiten für neue Projekte im Jahr 2017. Die zwölf Mitglieder dankten eingangs dem Leiter des Oderlandmuseums, Reinhard Schmook, für seine erfolgreiche Tätigkeit im alten Jahr. Im Auftrage der Albert-Heyde-Stiftung, die das Oderlandmuseum ganz ohne öffentliche Mittelzuschüsse trägt, verfasste er zum Stadtjubiläum einen Bild-Text-Band über die 700-jährige Geschichte der ältesten Kur- und Badestadt Brandenburgs. Dieses Buch ist von den Freienwaldern und auch von vielen Besuchern gut aufgenommen worden. Bis zum November 2016 hat er es zusammen mit seiner Mitarbeiterin Veronika Nawin geschafft, die ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte im Oderlandmuseum mit Hilfe einzelner Mitglieder des Freundeskreises ganz neu zu gestalten.

Dieses Projekt wurde dankenswerterweise von der Stadt Bad Freienwalde und von der Stiftung der Sparkasse Märkisch-Oderland finanziell gefördert. Hervorgehoben wurde auch sein Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung des Festumzuges zur 700-Jahrfeier am 2. Juli 2016 und bei der Herausgabe des 61. Jahrganges des Bad Freienwalder Heimatkalenders. Die Mitglieder des Freundeskreises beglückwünschten Reinhard Schmook zu seiner Ehrung mit der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt anlässlich seines 65. Geburtstages.

Als Band 6 der Heimatkundlichen und regionalgeschichtlichen Schriften der Albert Heyde Stiftung hat das Freundeskreismitglied Karl Richter ein Buch mit dem Titel "500 Jahre Orgeln in Bad Freienwalde" verfasst, in das die langjährigen Forschungen des ausgewiesenen Orgelexperten eingeflossen sind.

Trotz der Niedrigzinsphase, die viele Stiftungen in Deutschland an ihre finanziellen Grenzen kommen lässt, ist die Tätigkeit der Albert Heyde Stiftung im Jahre 2016 erfolgreich gewesen. Der Freundeskreis hofft, dass sich in den nächsten Jahren heimatverbundene Mitbürger finden, die bereit sind, die Ideen der Stifterin zur Bewahrung und Pflege der kulturhistorischen Traditionen unserer Heimatstadt finanziell zu fördern.

Nachdem der Kreistag bereits 2014 einstimmig die Übertragung der umfangreichen Sammlung des Oderlandmuseums in das Eigentum der Albert-Heyde-Stiftung beschlossen hat, liegt nun auch endlich die Genehmigung der brandenburgischen Kommunalaufsichtsbehörde in Potsdam für diese Eigentumsübertragung vor. Der Freundeskreis dankt ausdrücklich der Bad Freienwalder Wohnungsbau-Gesellschaft mbH und der Sparkasse Märkisch-Oderland für die hilfreiche Unterstützung bei der Magazinierung der umfangreichen Sammlungsbestände.

Als besonders schätzenswert sieht der Freundeskreis die gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde an. Im Zusammenwirken mit der Schlosserfirma Thomas Renné wurden die Gefallenen-Gedenktafeln aus den Befreiungskriegen 1813-15, den Einigungskriegen 1864-71 und dem Ersten Weltkrieg 1914-18 an ihren ursprünglichen Platz an der Nordseite des Kirchenchors zurückgeführt. Die Albert-Heyde-Stiftung arbeitet zurzeit an einem Kirchenführer durch die Nikolaikirche, der auch für Kinder geeignet sein soll, sowie an den Erläuterungen für die einzelnen Kunstwerke und Einrichtungsstücke in der Kirche.

Bei der Herausgabe des Bad Freienwalder Heimatkalenders für 2018 wird der Freundeskreis ebenso unterstützen wie bei der Gestaltung einer neuen Ausstellung im Schloss Freienwalde zum 150. Geburtstag Walther Rathenaus am 29. September 2017.

Mit großer Sorge sehen die Mitglieder des Freundeskreises die weitere Entwicklung im Schloss Freienwalde, wenn der Museumsleiter und Kastellan Reinhard Schmook am 1. Februar 2017 in Rente geht. Sie hoffen, dass es zwischen dem Eigentümer Landkreis und der Stadt Bad Freienwalde bald eine gemeinsam getroffene Regelung über den künftigen Betrieb dieser Einrichtung gibt. Nachdem Schloss Freienwalde und seine Nebengebäude vor rund zehn Jahren mit Millionenaufwand restauriert wurden, müssen sie auch weiterhin öffentlich für kulturelle Zwecke genutzt werden. Der Freundeskreis sieht in Schloss Freienwalde einen der wertvollsten Bestandteile des kulturellen Erbes von Stadt und Landkreis. Dieser Ort stiftet Identität und muss auch als touristischer Anlaufpunkt mit funktionierender Gastronomie neu belebt werden.

* Der Autor dieses Beitrages ist der Sprecher des Freundeskreises des Oderlandmuseums

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