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Gabriele Rataj 14.01.2017 06:20 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Diesmal wird die Flöte im Fokus stehen

Altlandsberg (MOZ) Am Donnerstag wird die Schlosskirche Altlandsberg erneut einen akustischen Höhepunkt erleben können. Im zweiten Konzert der Reihe "Musikalische Residenzen" der Wintersaison wird die Flöte in den Mittelpunkt gerückt.

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Musikalischer Hörgenuss: Die Kammerakademie Potsdam - hier beim Konzert "Summertime" im Vorjahr - gastiert erneut in der Schlosskirche Altlandsberg

© MOZ/Gabriele Rataj

Sie kann jubilieren oder klagen und ebenso alle anderen menschlichen Stimmungen ausdrücken - die Flöte, ein Instrument, von dessen Existenz schon Funde aus der Steinzeit zeugen. Wenn die italienische Flötistin Silvia Careddu und ihre Musikerkollegen von der Kammerakademie Potsdam am Donnerstag um 19 Uhr ihre Instrumente erklingen lassen, dann ist indes musikalischer Hochgenuss angesagt.

"Flöte2" oder einfach "Flöte im Quadrat" ist das zweite Konzert in der anspruchsvollen Reihe "Musikalische Residenzen" in der Schlosskirche überschrieben. Was da geboten wird, würde der städtische Berater in Sachen Musik, Frank Drusche, am liebsten mit der Wertigkeit des Altlandsberger Münzfundes vergleichen.

"In Altlandsberg werden nicht nur Schätze gefunden", sagt der Musikwissenschaftler im Ruhestand, "sondern, musikalisch betrachtet, auch Schätze produziert." Damit meint Drusche nicht allein das Können der italienischen Flötistin, die neben den ebenso virtuosen Bettina Lange (Flöte), Ulrike Hofmann (Violoncello) und José Gallardo (Cembalo, Klavier) am Donnerstag zu hören ist.

Silvia Careddu ist seit dieser Spielzeit als erste Soloflötistin der Wiener Philharmoniker verpflichtet. Zugleich richtet Frank Drusche damit den Blick auf die Tatsache, dass solch hervorragende Künstler in einer früher fast vergessenen Ackerbürgerstadt ihr Repertoire darbieten. "Als ich das Ensemble 2015 zum ersten Mal in der Schlosskirche hörte, dachte ich: Das hat es hier noch nie gegeben!" Die spielen wie um ihr Leben ..." Nach mehr als 60 Jahren, die er sich mit Musik beschäftige, möchte er sich dieses Urteil erlauben. "Und das nicht nur einmal, sondern bisher bei jedem Konzert."

Nach Auslaufen der zunächst geförderten besonderen und dem Ort Schlosskirche sehr angemessenen Reihe hatte sich Altlandsberg daher per Stadtverordnetenbeschluss zu einer Fortsetzung in reduzierter Form ohne Förderung entschlossen.

Nach dem Auftakt in dieser Wintersaison, der das Hammerklavier in den Mittelpunkt stellte, folgt nun die Flöte, die in allen Kompositionen des Abends die Hauptrolle spielt. So sind neben Vater Johann Sebastian Bach, zwei seiner Söhne mit Sonaten vertreten. Daneben sind Werke der Flötenvirtuosen bzw. Komponisten Karl und Franz Doppler, der Franzosen Eugene Damare und Francis Poulenc sowie von Friedrich Kuhlau angesagt.

Im Programmheftchen, das Esther Drusche wieder ehrenamtlich erstellt hat, wird darüber mehr zu lesen sein.Altlandsberg ist nicht Japan, wo die Kammerakademie begeistert gefeiert wurde, und auch nicht Potsdam, wo das 15-jährige Jubiläum des Echo-Klassik-preisgekrönten Ensembles gestandene Konzertgäste mit Stolz erfüllt. Doch Altlandsberg gehört in eine Reihe einstiger Residenzen, die heute wieder aufhorchen lassen. "Nicht zuletzt durch tolle Musiker in einem tollen Raum", schwärmt Frank Drusche.

Zusätzlich zum Kauf in der Stadtinformation können Karten für das Konzert auch online unter www.reservix.de erworben werden, Stichwort "Schlossgut Altlandsberg".

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