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Doris Steinkraus 14.01.2017 06:25 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Erfolgsserie im Breitensport hält an

Seelow (MOZ) Der Kreissportbund mit seinen 22 000 Mitgliedern ist der größte Dachverband im Landkreis. Nach wie vor gibt es Zulauf, letztlich auch durch Senioren, die sich in den Breitensportprojekten fit halten.

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Spaß an der Bewegung: Den haben diese Kinder, mit denen Annett Zimmer (l.) vom KSB jeden Donnerstag in der Turnhalle der Seelower Sport treibt. Es gibt in Märkisch-Oderland mittlerweile 38 Kindergruppen im Bereich Breitensport. Hinzu kommen 19 Gruppen in

© Benny Zahn

Die Mädchen und Jungen haben fast alle einen Kita-Tag hinter sich. Für die wöchentliche Sportstunde in der Turnhalle der Grundschule in Seelow indes bringen sie noch genug Power mit. Seit mehr als zehn Jahren bietet der Kreissportbund (KSB) jeden Donnerstag (16 bis 17 Uhr) dieses Breitensportangebot in der Kreisstadt. Übungsleiterin Annett Zimmer hat wenig Mühe, die Steppkes zu begeistern. Es gibt Staffelspiele, Hindernisbahnen, Bewegungsübungen. Auch in anderen Kommunen von Märkisch-Oderland wird Breitensport groß geschrieben. Dieter Schäfer, ehrenamtlicher Vorsitzender des KSB, kann sich noch gut an die Anfänge erinnern. Knapp 60 Leute waren in Breitensportangeboten erfasst. Seit der Jahrtausendwende wuchs die Zahl jährlich. Fast 1500 Menschen aller Altersgruppen sind heute in Breitensportprojekten, die seit Mai 2016 Benny Zahn koordiniert, aktiv. "Zu Anfang grummelten manche Vereine", blickt Schäfer zurück. Der Dachverband sei doch für die Vereine da, in denen wettkampfmäßig Sport getrieben wird, so lautete die Devise. "Die Felder verändern sich aber, und wer das nicht beachtet, der verpasst den Zug der Zeit", ist Schäfer mehr denn je überzeugt. Natürlich sehe man sich vor allem auch als der Interessenvertreter der Sportvereine im Landkreis. Doch die Palette sei heute viel breiter, mache letztlich die Stärke des Verbandes aus. Wiederholt hat der KSB für seine Breitensportprojekte Auszeichnungen auf Landesebene erhalten. Jüngstes "Kind" ist die Sturzprävention, die derzeit in Deutschland einmalig ist.

Mit vier Gruppen hatte der KSB vor drei Jahren das Projekt im Zusammenwirken mit dem Gesundheitsamt des Landkreises und der AOK begonnen. Ziel ist es, in einer älter werdenden Gesellschaft Menschen außerhalb von Wettkampf- und Vereinssport bis ins hohe Alter Möglichkeiten zu bieten, mobil zu bleiben oder wieder zu werden. In einer Vereinbarung der drei Partner wurden 14 Gruppen für Märkisch-Oderland vereinbart. Dafür sicherte der Kreis jährlich 25 000 Euro als Unterstützung zu und die AOK bis zu 1000 Euro für die Anschaffung von Kleinstsportmaterialien je Standort. Das gilt bis heute. "Mittlerweile haben wir schon 33 Gruppen im Kreis und noch immer gibt es Bedarf", sagt Schäfer. Jüngste Gruppe ist die im November in Zechin ins Leben gerufene. 2016 hat der KSB gleich zwei Preise für sein Sturzpräventions-Projekt eingeheimst - "Sterne des Sports" und den Gesundheitspreis des Landes. Die 5000 Euro Preisgeld wurden sofort eingesetzt, um weitere Gruppen eröffnen zu können. "Es gibt sogar schon Anfragen der Freien Universität Berlin, die die Daten auswerten will", berichtet Manja Lindner, seit Mai 2016 Geschäftsführerin des KSB. Das Erfolgsrezept seien die gut ausgebildeten Übungsleiter. Alle haben sich zusätzlich für den Rehasport qualifiziert, verstehen es, die älteren und am Anfang oft unsicheren Menschen mitzunehmen, ihnen deutlich zu machen, dass sie selbst noch einiges für ihr Wohlbefinden tun können. "Ohne Druck, entsprechend ihrer Möglichkeiten" betont Manja Lindner. Für alle Aufgaben im KSB brauche man auch künftig die Unterstützung der vor Ort politisch Verantwortlichen, unterstreicht Schäfer. Das reiche von der Bereitstellung der Räume und Hallen bis hin zu Investitionen und Gebühren. Bereits 2009 hatte der Kreistag beschlossen, ein Sportentwicklungskonzept für Märkisch-Oderland zu erarbeiten. Es war auf Eis gelegt worden, liegt nun nach zweijähriger Arbeit vor. Im März wird es im Bildungsausschuss beraten und soll am 29. März im Kreistag beschlossen werden. "Sport ist nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", betont Schäfer. Er sieht den KSB dafür gut aufgestellt. Mit Manja Lindner, Benny Zahn sowie Vivien Hintze, der Geschäftsführerin des Gesundheitsvereins des KSB, habe man eine junge engagierte Führungsmannschaft, die den Anforderungen gewachsen ist.

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