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Jürgen Sellert 14.01.2017 07:00 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Viel junges Blut beim MTV

Altlandsberg (MOZ) Die MTV-Handballerinnen starten am Sonnabend in die Rückrunde der 3. Liga. Gegner ist um 19.30 Uhr in der Erlengrund-Halle ist die SG Zirndorf. Und es stellt sich die Frage: Ist beim Duell Dritter (16:4 Punkte) gegen Letzter (2:20) bereits alles klar? Zumal die Grün-Weißen aus Märkisch-Oderland schon das Hinspiel gnadenlos durchgezogen und mit 34:15 (23:6) gewonnen hatten.

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Man macht sich lächerlich, würde man bestreiten, dass der MTV erneut der klare Favorit ist. Aber in der Beurteilung des zu erwartenden Geschehens in der Erlengrund-Halle ist einiges zu bedenken. Für den Bayern-Meister und Aufsteiger war die 3. Liga im vergangenen September der Sprung in eine ganz neue Handball-Welt.

Der MTV hat seit jener Partie in Franken sein Gesicht stark verändert. Thomas Klatt, der als Interimstrainer und Handball-Abteilungsleiter im vergangenen halben Jahr eine exzellente Arbeit ablieferte, räumte seinen Platz als Coach für den 33-jährigen Andy Nötzel.

In Zirndorf wirbelten für den MTV noch fünf Spielerinnen, die nun nicht mehr dabei sind. Zuletzt wurde mit großen Ehren die verdienstvolle Linksaußen Annika Fleck verabschiedet. Sie sieht bekanntlich Mutterfreuden entgegen. Kristina Domann, die noch verletzt ist, wird allerdings in absehbarer Zeit ins Team zurückkehren.

Erfreulich ist: Der MTV begrüßt junge, frische Frauen in seinen Reihen. Vom Frankfurter HC wechselten die 18-jährigen Bernadet Mudri, Tülay Bayram und Luisa Ludewig nach Altlandsberg. Genauso erfreulich ist: Mit den Torhüterinnen Jennifer Höft und Jenny Haß sowie den Feldspielerinnen Monique Günther, Melanie Wüstner und Anne-Christine Miners befinden sich einige Talente im Team, die bereits länger zum Drittliga-Aufgebot gehören.

"Sie haben sich alle prächtig entwickelt, sie sind ja unsere Zukunft", sagt mit einem gewissen Stolz Thomas Klatt. Fakt ist aber: Die Drittliga-Saison 2016/17 bleibt eine große Herausforderung. Und wenn es hart auf hart kommt, müssen die erfahrenen Top-Spielerinnen Sophie Lütke, Martyna Rupp, Mandy Gramattke oder die erst 20-jährige Lucyna Trzczak und später dann auch Kristina Domann die Abwehr zusammenhalten und für die Vielzahl der Tore sorgen. Wenn die Mannschaft weiter stabilisiert werden soll, wenn man höhere Ziele anvisieren will, dann wird man sich noch mit Hochkarätern verstärken müssen. Spätestens zur neuen Saison. Das ist längst in Arbeit.

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