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Jens Starigk ist neuer Polizeichef

Olaf Fischer (r.), Leiter der Direktion Ost, beglückwünscht Jens Starigk.
Olaf Fischer (r.), Leiter der Direktion Ost, beglückwünscht Jens Starigk. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 14.01.2017, 08:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Seit Anfang Dezember ist er bereits im Dienst, die ersten Einsätze liegen also hinter ihm. Am Freitag wurde Jens Starigk als neuer Leiter der Polizeiinspektion Barnim offiziell in sein Amt eingeführt. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Justiz waren bei dem Empfang dabei.

Die beste "Profi-Abteilung" der Polizei, wie Jens Starigk humorvoll erklärt, ist zu seiner Beförderung angetreten: die Combo des Landespolizeiorchesters. Und auch beim Repertoire hat der neue Leiter der Inspektion Barnim nichts dem Zufall überlassen. "Happy", "Probier's mal mit Gemütlichkeit", "Über sieben Brücken" sowie "Bridge over troubled water" - es ist eine etwas wilde Mischung von Titeln, die er ausgewählt hat und mit denen er seinen Gästen sagen will: Er geht die neue Aufgabe schwungvoll, aber trotzdem mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit an. Die Leitung einer Polizeiinspektion, das sei schon immer sein Traum gewesen, fügt der 45-jährige Uckermärker hinzu. Er steht seit mehr als 20 Jahren in den Diensten der Brandenburger Polizei und leitete zuletzt von Frankfurt (Oder) sowie Eberswalde aus die Soko "Grenze", eine Sonderkommission zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kfz-Kriminalität. Das Terrain ist dem Polizeioberrat also gut bekannt.

Mit seinem Dienstantritt beendet Jens Starigk die gut sechsmonatige Vakanz an der Spitze der Barnimer Inspektion. Seit dem Wechsel von Vorgänger Hardy Börner im Frühjahr 2016 in die Polizeidirektion Nord war der Posten nämlich unbesetzt. Olaf Fischer, Leiter der Polizeidirektion Ost, spricht selbst von einem Neubesetzungsverfahren, das "nicht ganz reibungslos" verlief. Gleichwohl hätten sich die Schwierigkeiten "nicht auf die polizeiliche Arbeit und die Sicherheit ausgewirkt", bescheinigt Fischer den etwa 200 Uniformierten der Barnimer Inspektion.

Die Einheit sei trotz aller Veränderungen in den vergangenen Jahren - der Standort Eberswalde etwa reduzierte sich von einem Präsidium zum Revier - und trotz Polizeireform ordentlich aufgestellt. Starigk übernehme eine "gut geführte Dienststelle mit engagierten Mitarbeitern". Die wiederum erhalten einen Chef, den Fischer mit den Worten charakterisiert: "erfahrener Praktiker mit hoher Verwendungsbreite". Bei allem Lob - der Direktionsleiter verhehlt nicht, dass die Polizei vielfach in ihrer Leistungsfähigkeit "am Limit ist" und dass die Aufgaben nicht eben leichter werden. Der Personalabbau setze sich - trotz des Gegensteuerns der Landesregierung - zunächst fort. Hinzu komme die Spezifik des Barnim mit seinen zwei Grenzen - zu Berlin und zu Polen. Fischer erinnert an die internationalen Banden, mit denen es die Kriminalpolizei zu tun hat, aber auch an die zahlreichen Einsätze rund um die Flüchtlingsproblematik. Auf anderen Seite gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit mit Partnern in der Region. Als "herausragendes Beispiel" hebt Fischer die enge Kooperation mit dem Landkreis und mit der Gemeinde Schorfheide zur Abwehr von Veranstaltungen im rechtsextremen Spektrum hervor.

Mit Blick auf dieses Spannungsfeld kündigt Jens Starigk, der in seiner Freizeit als Co-Trainer bei den Alten Fußball-Herren in Angermünde aktiv ist, ganz pragmatisch an: Nein, große Veränderungen plane er derzeit nicht. Er wolle vielmehr dafür sorgen, dass seine Truppe "weiter auf hohem Niveau arbeiten kann". Über sieben Brücken musste Starigk für die Führungsposition übrigens nicht gehen. Er hat sich nach Stellenausschreibung im Feld von fünf Bewerbern durchgesetzt.

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