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Roland Becker 11.02.2017 07:00 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Traum von Veltener Eisbahn geplatzt

Velten (HGA) Eigentlich finden die Idee von Petra Künzel (parteilos), in Velten eine Eisbahn aufzustellen, parteiübergreifend bis hin zu Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) alle gut. Doch geben wird es sie zum Start in den nächsten Winter nicht. Und das liegt an den hohen Kosten.

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"Im Prinzip wird die ganze Sache nicht billig", räumte Künzel beim Vorstellen ihrer Idee ein. Seit ihrer Wahl im Mai 2014 der Stadtverwaltung eher kritisch gegenüber eingestellt, ist sie sich in Sachen Eisbahn ganz sicher: "Ich habe Vertrauen in die Stadt Velten, dass wir das personell, organisatorisch und finanziell stemmen können." Vertrauen hin oder her - Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) erteilte Künzel eine Absage. Im Haushalt für 2017 sei dafür kein Geld vorhanden. Außerdem "wüsste ich nicht, in welcher Stadt städtische Mitarbeiter Schlittschuhe verteilen". Das nötige Personal liefern die Anbieter von Eisbahnen nämlich nicht mit. Insofern sind die Künzel vorliegenden Kostenangebote, die zwischen 48 000 und 55 000 Euro liegen, noch längst nicht das Ende der Rechnung. Dazu kommen Ausgaben für Personal, Energie, Wasser, Genehmigungen und für Sonderwünsche. Darüber hinaus müsste eine Baugenehmigung eingeholt werden.

"Das ist wirtschaftlich nicht tragbar", argumentierte Hübner mit Verweis auf die Turm Erlebniscity. Dort war die Eisbahn vor einigen Jahren demontiert worden, weil das Geld für deren Betrieb nur so dahinschmolz. Auch eine Refinanzierung dürfte schwierig werden, denn "der Eintritt sollte frei sein, was die Kosten weiter erhöht", räumte Künzel ein. Die Bürgermeisterin gab zudem zu bedenken, dass die Stadt steuerpflichtig wäre, würde sie eine solche Eisbahn betreiben. Außerdem wies sie darauf hin, dass eine Eisbahn "sehr laut ist" - und das über drei Monate. Den Krach könnte sie übrigens direkt vor ihrer dienstlichen Haustür haben. Denn Künzel hatte unter anderem die Wiese vorm Rathaus als Standort ins Gespräch gebracht.

Dass die Idee an sich vieles für sich hat, räumten auch Denny Pude (parteilos für SPD) und Eva Pawelski (CDU) ein. Zuvor hatte Marianne Michaelis (Pro Velten) aufgezeigt, welche Vorteile solch eine Bahn in sich berge: "Da kann Eishockey gespielt werden, da können Kinder eine Kür zeigen, Klassenvergleiche könnten im Sportunterricht stattfinden. Es wäre eine ganz tolle Sache für die Innenstadt."

Nicht erwärmen konnte sich Künzel für den mehrfach geäußerten Vorschlag, einen Privatbetreiber für die Bahn zu suchen. "Das macht die Beschlussvorlage ja völlig unsinnig", konterte sie und konnte sich einen Seitenhieb auf ihrer Ansicht nach teure Projekte wie die Weihnachtsbeleuchtung und die Umzäunung des Bernsteinsees nicht verkneifen. Bezüglich Letzterem konterte die Bürgermeisterin: "Nicht vergleichbare Projekte sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden." Der Zaun um das Badeparadies herum sei, so war schon oftmals argumentiert worden, aus Versicherungsgründen nötig.

Künzel wurde empfohlen, ihren Antrag in die im Herbst stattfindende Haushaltsdiskussion für 2018 einzubringen. Sie stellte daraufhin den Antrag, die von ihr eingebrachte Beschlussvorlage zu vertagen. Obwohl niemand der Abgeordneten genau nachfragte, wann dieser erneut diskutiert werden soll, stimmte eine knappe Mehrheit diesem Ansinnen zu. Selbst für den Fall, dass das Geld im Haushalt 2018 berücksichtigt wird, dürfte die Zeit für das Anmieten der Bahn pünktlich zum Winterstart knapp bemessen sein. Denn Ausgaben aus dem kommenden Haushalt dürfen frühestens ab 1. Januar 2018 getätigt werden.

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