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Schüler aus der Region zeigen reges Interesse, an der Abstimmung teilzunehmen

Die besten Lehrer werden gesucht

Katja Seelig, Benita Stoychev, Sophie Seidel und Lena Harting (v.l.) aus der 12b des Gymnasiums auf den Seelower Höhen im Gespräch über die Wahl des besten Lehrers 2017
Katja Seelig, Benita Stoychev, Sophie Seidel und Lena Harting (v.l.) aus der 12b des Gymnasiums auf den Seelower Höhen im Gespräch über die Wahl des besten Lehrers 2017 © Foto: Marie Albrecht
Marie Albrecht / 17.02.2017, 05:28 Uhr
Seelow (MOZ) Auch dieses Jahr gibt es ihn wieder: den "Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrerpreis", bei dem jeder Schule die Möglichkeit gegeben wird, ihren gemeinschaftlich gewählten Lieblingslehrer zur Ehrung vorzuschlagen.

An welchen Schulen in der Seelower Region hat die Wahl eines Lieblingslehrers oder der Lieblingslehrerin bereits Tradition? Auf jeden Fall im Gymnasiums auf den Seelower Höhen. Abiturientin Lena Harting berichtet von mehreren Lehrer-Wahlen in den vergangen Jahren. Erinnern kann sie sich an eine Wahl, die mittels anonymer Abstimmung per Zettel erfolgte. Jeder Schüler durfte teilnehmen.

Da die Idee viele Befürworter fand, entschlossen sich die Schüler im Folgejahr, zusammen mit Informatiklehrer Maik Ludwig eine Umfrage per Computer zu starten, um den Lieblingslehrer und die Gründe für seine Beliebtheit zu ermitteln.

Das System, das sich 2016 bewährt hat, soll auch in diesem Jahr wieder genutzt werden, sagt Schülersprecher Lukas Stürzel, der Mitorganisator ist. Die Umfrage wird von Klassensprechern und einigen weiteren engagierten Schülern organisiert.

In diesem Jahr soll es jedoch erstmals zwei Kategorien für die Abstimmung geben: "Oft gibt es zwischen dem coolsten und dem am besten unterrichtenden Lehrer einen Unterschied", meint nicht nur Katja Seelig aus der 12b. "Humor ist schon wichtig.", bestätigt Sophie Seidel, die ebenfalls in die 12b geht. Jedoch sind sich die Schülerinnen einig, dass Humor und Kompetenz eines Lehrers nicht immer zusammen fallen.

Die Klassensprecher der benachbarten Bertolt-Brecht-Oberschule entschieden sich auf unsere Frage nach der Beste-Lehrer-Wahl in ihrer Beratung mit Schulsozialarbeiterin Simone Golling spontan, in diesem Jahr erstmals eine solche Wahl an der Schule zu starten. Aufgrund der Zeitknappheit wird das Ergebnis allerdings nicht mehr ins Schulamt gesendet werden können.

An der Oderbruch-Oberschule Neutrebbin hatte es 2014 erstmals einen Vorschlag für die beste Lehrkraft gegeben. Die Entscheidung wurde allerdings vom Lehrerkollegium getroffen und beim staatlichen Schulamt eingereicht, wie die stellvertretende Schulleiterin Gabriela Fietze erklärt. Ob in diesem Jahr eine Umfrage stattfinden wird ist - ähnlich wie an der Theodor-Fontane-Schule inLetschin - noch nicht klar. Interesse bestünde, sagt Gabriela Fietze.

Im vorigen Jahr hatte es in der Schulkonferenz der Letschiner Schule Vorschläge für die Wahl des besten Lehrers von Eltern, Schülern und Lehrern gegeben. Dabei ging Annette Gewinner als schulinterne Siegerin hervor, erinnert Schulleiter Björn Groß. Die Vertrauenslehrerin war eine der drei Nominierten für die Brandenburger Lehrerwahl aus dem Landkreis Märkisch-Oderland.

Unter den drei Nominierten war zudem Antje Riedel, die Schulleiterin der Jozef-Veervort-Grundschule in Dolgelin. Sie hat die Wahl 2014 gewonnen. Zu ihrem Erstaunen war die Musik- und Deutsch-Lehrerin heimlich von Kollegen, Eltern, Schülern und mit Hilfe der Schulsekretärin Kerstin Kempert, sowie ehemaliger Schulleiterin Gabriele Dreger angemeldet worden. Nicht nur ein riesiges Plakat aus Bildern und lobenden Worten wurde mit eingereicht. Nach der Preisverleihung in Potsdam wurde sie mit großem Trubel und einem Schulfest empfangen.

Über die Anmeldung für den aktuellen Lehrerinnen- und Lehrerpreis munkelt man in Dolgelin so einiges. Fest steht: diesbezüglich werden wir wohl noch einiges von dieser Grundschule hören.

Wichtig für die Wahl des Vorschlags ist den Grundschülern laut eigener Aussage, dass ihr gewählter Lieblingslehrer sowohl im Unterricht als auch in den Pausen ein verständnisvoller Ansprechpartner und eine Vertrauensperson ist. Auch Freundlichkeit spielt besonders für Schüler der unteren Klassenstufen eine große Rolle.

Bis Ende März soll die Post der Lehrer, Schüler und Eltern an das staatliche Schulamt in Strausberg gehen. Trotz verschiedener Aussagen über den Lieblings- oder auch besten Lehrer merkt man, dass die Schüler der Grundschule und ebenfalls die älteren Schüler der weiterführenden Schulen Interesse daran haben, sich bei ihren Lehrkräften zu bedanken und an der Wahl zu beteiligen.

Die Abstimmungen sind für sie eine gute Möglichkeit ihren Respekt vor der Arbeit zu zeigen.

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