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Unansehnlich, aber erlaubt

Nicht ansehnlich: Und trotzdem hat hier niemand illegal seinen Sperrmüll abgeladen. Die Forst hat aussortiert.
Nicht ansehnlich: Und trotzdem hat hier niemand illegal seinen Sperrmüll abgeladen. Die Forst hat aussortiert. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Julia Lehmann / 17.02.2017, 05:50 Uhr
Eberswalde (MOZ) Graue und blaue Plastiksäcke zu einem Haufen gestapelt. Einige Säcke sind aufgerissen, ihr Inhalt hat sich verteilt. Kunststoffbehälter, alte Farb- und Lackeimer, sogar eine Waschmaschine findet man. Das alles sieht sehr danach aus, als hätte hier auf Höhe eines Empfangsmastes der Telekom, entlang der Bundesstraße 168 in Richtung Trampe, jemand seinen Sperrmüll loswerden wollen. Diesen Eindruck hat der unansehnliche Haufen auch für MOZ-Leser Hartmut Meinke erweckt.

Der Eberswalder wollte nicht einfach wegsehen und hat sich der Sache angenommen. Er meldete die Angelegenheit bei der Stadt Eberswalde und wandte sich auch an die Märkische Oderzeitung. "Bei der Stadt teilte man mir mit, dass man den Fall an die Untere Naturschützbehörde des Landkreises weitergeben würde", so Hartmut Meinke. Und dort ist er auch angekommen. "Seit November ist aber nichts passiert", stellt Meinke fest.

Pressesprecher des Kreises, Oliver Köhler, klärt auf: "Es handelt sich um eine Forstsammelstelle." Der Forstbetrieb darf an diesem zentralen Platz seinen Sperrmüll abladen und bei Bedarf werde alles vom Baubetriebshof der Barnimer Dienstleistunggesellschaft (BDG) abgeholt. "Das kann auch mal eine Weile dauern, denn es muss eine bestimmte Menge zusammengekommen sein", sagt Oliver Köhler. Folglich hat sich der Müll inzwischen zu einem bunten Allerlei aufgetürmt. Da die Abfallbehörde im Moment stark ausgelastet sei, sei die Abholung noch nicht erfolgt. Wenn es gut läuft, klappe es aber noch bis zum Ende der Woche, so Köhler.

Bei einem gut sichtbaren Müllberg wie diesem sei es nie ausgeschlossen, vermutet der Pressesprecher, dass andere dies als Gelegenheit nutzen, selbst Abfälle loszuwerden. Das lasse sich nicht verhindern. Anfragen wie die von Hartmut Meinke kämen immer wieder vor. Auch die Stadt selbst macht auf vermutlich illegal abgelegten Sperrmüll aufmerksam und meldet ihn.

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