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Unterwegs nach Hiroshima

Am See in einer Tempelanlage: Der Schwedter Manfred Lange hat Japan auf eigene Faust erkundet. Zuvor half ihm ein Reisebüro
Am See in einer Tempelanlage: Der Schwedter Manfred Lange hat Japan auf eigene Faust erkundet. Zuvor half ihm ein Reisebüro © Foto: privat
Dietmar Rietz / 17.02.2017, 06:00 Uhr
Schwedt (emw) Die halbe Welt hat der Schwedter Manfred Lange bereist. Schon zu DDR-Zeiten wollte er seine Reise-Eindrücke nicht für sich behalten und hat damals über den Urania-Verbund Vorträge gehalten. Noch immer verreist Manfred Lange und noch immer berichtet er davon - über Afrika, Vietnam und am Mittwochabend über seine Reise nach Japan.

"Wiedersehen nach Jahrzehnten" hat er seinen Reisebericht überschrieben. Denn zwischen 1978 und 1982 war er als PCK-Ingenieur schon einmal in Japan gewesen. Damals mit der Aufgabe, von der japanischen Toyo Ingeneering Corporation zu lernen wie man eine Chemieanlage für die Erdölverarbeitung aufbaut. Quasi "behütet" hat er dabei einen Eindruck vom Fernen Osten bekommen. Ein PCK-Kollege von damals, der Schwedter Roger Schellhase, saß mit im Publikum bei der Volkshochschule, die jetzt den Vortragsabend organisiert hatte. Für einen Moment lebte die gemeinsame Japanzeit aus DDR-Tagen noch einmal auf. Manfred Lange erzählte den Zuhörern: "Schon lange trug ich eine Sehnsucht und Neugier mit mir rum, zu gucken, was sich verändert hat in Japan und ob ich dort allein zurecht kommen würde."

Im Jahr 2015 ist er nach Japan geflogen. Und obwohl er einen großen Vorteil im Land der aufgehenden Sonne hatte, nämlich die Sprache etwas beherrscht, stellte er fest: "Man kann da nicht einfach so hinfahren. Das kriegt man logistisch gar nicht hin."

Innerhalb einer deutschen Reisegruppe hat er das Reiseprogramm nach Absprache und auf eigene Faust um sechs Tage verlängert. "Letztendlich wurde meine Sehnsucht voll befriedigt", stellte Manfred Lange fest. "Besonders beeindruckend: Kinder, überall Kinder."

Er hat alle wichtigen Städte gesehen, war in Tempeln und Schreinen. Tief berührt war er von Hiroshima. "Der Museumsbesuch war ein ganz, ganz schlimmes Erlebnis. Irgendwann konnte ich nicht mehr fotografieren. Aber es gehört dazu, dass man das durchsteht." Sehr angetan war er von der Toleranz der Japaner. "Sie haben kein Problem damit, zwei Religionen anzugehören, Buddhismus und Shintoismus, und lassen alle anderen daneben auch gelten."

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