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17.02.2017 06:10 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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Im Notfall bei der Polizei melden

Angermünde (kun) Am 6. Februar wurde Uwe Thürnagel aus Greiffenberg abends von einer Bekannten zum Uckermark-Center gerufen. Diese war auf einen hilfebedürftigen Mann aufmerksam geworden. "Der polnische Bürger brauchte dringend eine Bleibe für die Nacht. Diese Aufgabe ist in Angermünde am Abend einfach nicht zu realisieren", schreibt Uwe Thürnagel, der durch seine Tätigkeit im Obdachlosenhaus Prenzlau solche Situationen kennt. Er konnte auch mit Blick ins Internet und ins Telefonbuch nicht helfen. Auch mit Sigrid Korepkat vom Flüchtlingsheim des ABW in Angermünde, die er zu Hause anrief und die bereit war, sofort nach Angermünde zu kommen, um ihn bei der Hilfesuche zu unterstützen, sei eine wirkliche Lösung des Problems nicht gelungen. "In Angermünde ist es scheinbar nicht vorgesehen, dass man in Not gerät. Ansonsten hätte man doch auf der Internet-Seite der Stadtverwaltung einen kleinen Hinweis auf Hilfsangebote gefunden", meint Uwe Thürnagel und fragt deshalb den Bürgermeister, ob es einen Notfallplan für solche Fälle gibt, wo es eine Notschlafstätte gibt und an wen man sich im Notfall wendet, wenn kein Amt mehr geöffnet ist.

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Dazu antwortete Christian Radloff, Fachbereichsleiter Wirtschaft und Ordnung der Stadtverwaltung, im Auftrag des Bürgermeisters: "Einen sogenannten Notfallplan gibt es für einen solchen Fall nicht. Zu unterscheiden ist auch, ob es sich bei der betreffenden Person um einen Obdachlosen oder Reisenden handelt. Bei einem Obdachlosen liegt die Zuständigkeit grundsätzlich bei der Stadt Angermünde, Fachbereich Bildung, Kultur und Soziales. Da die Stadt seit einigen Jahren kein eigenes Obdachlosenheim mehr betreibt, ist zur Unterbringung von Obdachlosen eine vertragliche Vereinbarung mit der Stadt Schwedt geschlossen worden. Auf Bitten des Obdachlosen kann dieser dort untergebracht werden. Außerhalb der Dienstzeiten der Verwaltung liegt die Zuständigkeit bei der Polizei. Auch hier wird auf Bitten der betroffenen Person eine Unterbringung in Schwedt organisiert. Die Polizei informiert dann am nächsten Werktag die Verwaltung über den Sachverhalt." Ein solcher Notfall sei ihm auch der Vergangenheit auch nicht bekannt, sagt Christian Radloff.

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