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Gubener Trinkwasserversorger optimiert Netz / Hochbehälter in Ossendorf wird saniert / 2,1 Millionen Euro Investitionen

Verband schickt Wasserwerke in Rente

Jörg Kühl / 17.02.2017, 06:19 Uhr
Guben (MOZ) Die Wasserwerke in Trebatsch und Staakow gehen in diesem Jahr vom Netz. In Ossendorf wird der Hochbehälter für Trinkwasser saniert. Insgesamt investiert der Gubener Wasser- und Abwasserzweckverband in diesem Jahr rund 2,1 Millionen Euro in seine Anlagen.

Der Gubener Wasser- und Abwasserzweckverband (GWAZ) setzt in diesem Jahr die Erneuerung seiner technischen Anlagen fort. Geplant sind Investitionen im Bereich der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung. Das Verbandsgebiet reicht von Guben im Süden bis Friedland im Norden, von der Oder im Osten bis zum Schwielochsee im Westen.

Nach der jüngsten Versammlung des Verbandsvorstandes in Lieberose hat GWAZ-Geschäftsführer Michael Feige die größten Baustellen des Verbandes benannt, und das im ganz wörtlichen Sinne.

Demnach wird im Verlauf dieses Jahres das Wasserwerk Wellmitz teilweise rekonstruiert. Außerdem ist geplant, das Wasserwerk in Klein Muckrow zu ertüchtigen und zu erweitern. Das Wasserwerk soll künftig die Kunden mit versorgen, die bisher vom Wasserwerk Staakow ihr Lebenselixier erhalten. Letzteres soll geschlossen werden, um Betriebskosten einzusparen. Zuvor muss jedoch noch eine Trinkwasser-Überleitung von Leeskow nach Staakow fertiggestellt werden. Baubeginn für die Überleitung war 2016.

Geplant ist ferner, das Wasserwerk Trebatsch in diesem Jahr vom Netz zu nehmen. Dessen Aufgabe soll dann das Wasserwerk Ressen mitübernehmen. Dieses wird entsprechend ertüchtigt. Bereits in den Jahren 2015 und 2016 wurde eine Trinkwasser-Überleitung von Ressen nach Mittweide gebaut. Ein weiteres größeres Vorhaben im Trinkwasserbereich ist die Sanierung des Hochbehälters in Ossendorf. Neben diesen größeren Maßnahmen gibt es noch eine Reihe kleinerer Bauvorhaben. Dazu zählt die Erneuerung der Versorgungsleitungen in Guben, Neuzelle und Neißemünde. Auch die Abwasseranlagen im Verbandsgebiet werden nach und nach modernisiert. So investiert der GWAZ in die Kläranlage Wellmitz. Geplant sind dort Erhaltungsmaßnahmen. In Behlow (bei Lieberose) und in Trebatsch werden Abwasserschächte saniert. In Guben, Glowe und Zaue rekonstruiert der Verband Pumpwerke. Das Pumpwerk in Friedland, das das Abwasser der Stadt zur Friedländer Kläranlage transportiert, wurde im vergangenen Jahr erneuert. Derzeit prüfen die Abwassertechniker, an er Kläranlage Friedland ein Vererdungsbecken zu installieren. Die Anlage wird für die Zwischenlagerung von Klärschlamm benötigt.

Insgesamt investiert der Verband in diesem Jahr rund 2,1 Millionen Euro in die Modernisierung der Anlagen. "Langfristig sollen auf diese Weise die Betriebs- und Erhaltungskosten gesenkt werden", teilt der Geschäftsführer mit. Im Dezember hatte die Verbandsversammlung die Preise und Gebühren für 2017 beschlossen. Demnach verteuern sich die Tarife in den meisten Positionen. Die größte Veränderung ist der Abtransport von Klärschlamm im Verbandsgebiet II (Friedland-Lieberose-Jamlitz), dessen Gebühr von 13,02 Euro pro Kubikmeter auf 24,44 Euro emporschnellt. Die Entsorgung des Abwassers im selben Verbandsgebiet erreicht mit 5,29 Euro pro Kubikmeter gegenüber 4,95 in 2016 einen neuen Rekord.

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