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Margrit Meier 17.02.2017 06:50 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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HdS steht für Vielfalt und Begegnung

Neuenhagen (MOZ) Wo einst Ratsherren wie Dotti oder Schmäcke tagten und später Krippenkinder ihre ersten Gehversuche wagten, fühlen sich heute viele ältere Neuenhagener wie in einem zweiten Zuhause. Denn das Gebäude an der Hauptstraße ist seit 15 Jahren Haus der Senioren. Und das wurde Donnerstag groß gefeiert.

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Dankeschön-Blumen und Urkunde bekamen Otto Martens, Brigitte Köhler, Dieter Krüger, Gerlinde Seefeld, Horst Gacek, Lilo Möhring, Gisela Pohl, Claudia Veit, Gabriele Kunze, Gerd Ligdorf, Günter Bielicke, Manfred Buthe, Heide Peuke, Edda Mayer.

© MOZ/Margrit Meier

Rund 180 Gäste kamen zur Festveranstaltung. Allerdings ins Bürgerhaus. Denn so viele Menschen fasst der Jubilar, das Haus der Senioren, nicht. Auch, wenn es in zahlreichen freiwilligen Arbeitseinsätzen mittlerweile über den Saal in der die Remise verfügt und es im Garten eine Terrasse zum Tanzen samt Bühne für Haus-DJ Klaus Kuschel gibt.

Jutta Martens war es, erinnerten sich Bürgermeister Jürgen Henze und sein Amtsvorgänger Klaus Ahrens, die sich vehement für diesen Ort des Treffens, der Zusammenkünfte einsetzte. Beide Gemeindeoberhäupter schwärmen von der mittlerweile Verstorbenen. "Jürgen, das machen wir so", sagte sie immer, plauderte Henze in seiner Festrede. Und alle lachten.

Klaus Ahrens erinnerte sich an die vielen Jahre, in denen zunächst gerichtlich geklärt werden musste, ob die Gemeinde das Areal überhaupt kaufen kann. Als dies erledigt war, wurde lange über die künftige Nutzung diskutiert. Heute, 15 Jahre nach der Schlüsselübergabe, sind alle froh, dass das Gebäude in Gemeindeeigentum ist und fest in der Hand der aktiven Neuenhagener Senioren. Die ehemalige Vorsitzende des Seniorenrates des Landes, Prof. Sieglinde Heppener, hob hervor, dass das Besondere dieses Gebäudes sei, dass dort so viele Menschen ein- und ausgingen. Pflegebedürftigkeit gehe immer über Vereinsamung. Das Haus der Senioren mit seinen vielen Mitstreitern trete dem entgegen, sagte sie.

HdS kürzen viele das Haus der Senioren ab. Und HdS, so hieß es in der Festrede von Heide Peuke, stehe für rund 50 Veranstaltungen im Monat mit teilweise wöchentlich festen Gruppen der Altenhilfe, geleitet von Friedrich Schlüter, sowie vier Sprachkursen. HdS, das sind Tagesausflüge und Reisen. HdS steht für Handarbeit und tolle Kuchenbäckerinnen um Gisela Pohl. HdS, das ist die Broschüre Lebenszeit, das sind Gymnastikgruppen, Zumba und Turnschuhtänzer. Die Seniorenuniversität und auch die Reihe der Kleinkunst, moderiert von Siegfried Leske, sind das HdS. So wie auch die beliebte Sommerparty, die Haus- und Gartenputzeinsätze mehrfach im Jahr. Oder die sportlichen Aktivitäten auf den Geräten im Park, die die Gemeinde 2014 installieren ließ, oder auf der selbst gebauten Boccia-Bahn. Aber auch die Nähe zum Haus der Begegnungen und des Lernens sei wichtiger Teil des HdS. Nicht zu vergessen die Seniorenwoche sowie der Kaffeeplausch mit Hans-Jürgen Micheel, der sich immer Prominente einlädt.

150 Mitglieder hat der rührige Förderverein. 43 davon gehören zu den Pionieren der ersten Stunde. Heide Peuke, die seit sieben Jahren das Haus der Senioren leitete, den Staffelstab von Jutta Martens übernommen hatte und ihn jetzt im Januar an Monika Hey abgegeben hat, war mehrfach so gerührt über die vielen Dankesworte, dass ihr die Tränen kamen. Die gab es zum Beispiel auch von den Swiebodziner Partnern. Extra aus der polnischen Partnerstadt angereist war Kulturhausleiter Stanislaw Mosiejko. Fast 20 Jahre gibt es Treffen zwischen den deutschen und polnischen Partnern. Zehn davon, und somit sein eigenes Jubiläum, freute er sich, feierte er nun mit. Er überreichte dem HdS ein Geschenk und viele waren neugierig, was drin sei. "Wenn Sie es benutzen, werden Sie an uns denken", hatte Mosiejko angekündigt. Es handelte sich um Porzellan, das zu besonderen Anlässen eigens gefertigt wird.

Viele gute Wünsche gab es von Minister Jörg Vogelsänger und den Fraktionschefs von SPD, CDU und Linke in der Gemeindevertretung sowie von Edda Mayer vom Seniorenbeirat. Abgerundet wurde die Festveranstaltung nicht nur durch ein Büfett, gezaubert von den Morsteins, sondern auch durch exzellente Musik. Pianist Maximilian Ahrens, das Trio Klangfülle, der Männer- und der Frauenchor sowie die Old Style Dancers seien hier erwähnt.

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