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Schlaubetalerin konnte ihren 85. Geburtstag feiern / Erinnerungen an die Ostereierausstellungen im Heimatmuseum

Einsatz von Erika Richling für Müllrose gewürdigt

Glückwunsch: Detlef Meine, Gabriele Richter und Romy Werner (stehend v.li.) gratulierten Erika Richling.
Glückwunsch: Detlef Meine, Gabriele Richter und Romy Werner (stehend v.li.) gratulierten Erika Richling. © Foto: MOZ/Ralf Loock
Ralf Loock / 17.02.2017, 07:50 Uhr
Müllrose (MOZ) "Ich bemale noch heute Ostereier. Es ist eine wunderbare Sache", berichtete am Donnerstag Erika Richling ihren Gratulanten. Sie konnte jetzt ihren 85. Geburtstag feiern, "in diesem Alter ist alles nicht mehr so leicht. Aber das Malen ist ein tolles Hobby." Die Müllroserin hat mehr als 20 Jahre lang die auch bei Berlinern bekannte und beliebte Ostereierausstellung im Heimatmuseum mit viel Einsatz und Erfolg federführend gestaltet.

Gefeiert wurde in ihrer Wohnung in der Nähe des Großen Müllroser Sees. Denn der Weg zu einem Restaurant sei ihr bei diesen winterlichen Bedingungen zu beschwerlich, zumal auch ein Teil der Besucher inzwischen ein fortgeschrittenes Alter erreicht habe.

Der erste telefonische Gratulant war ihre Zwillingsschwester Hertha Krüger, die in Fürstenwalde lebt. Da diese ebenfalls feierte, konnte sie nicht ins Schlaubetal kommen. Aber am Wochenende wollen sich die Schwestern treffen, dann können sie ganz entspannt von längst vergangenen Tagen sprechen. Viele Jugendjahre haben die beiden Mädchen in Niederschlesien verbracht, der Heimat der Familie. Nach Müllrose ist Erika Richling 1957 gekommen. Schon in ihrer Kindheit war der Vater aus Schlesien als Stadtbeamter nach Frankfurt (Oder) versetzt worden, aber jedes Jahr im Sommer waren die Töchter wieder daheim in Schlesien gewesen.

Zu den weiteren Gratulanten gehörten unter anderem Müllroses Bürgermeister Detlef Meine sowie Gudrun Carras, eine langjährige Freundin der Familie Richling. Gabriele Richter, Tochter der Jubilarin, war für diesen Festtag aus dem Harz angereist, um ihre Mutter zu umarmen und bei der Betreuung der Besucher behilflich zu sein. Erika Richling freute sich sichtbar, dass auch Romy Werner, langjährige Leiterin des Müllroser Heimatmuseums gekommen war; mehrfach drückte die Gastgeberin voller Dankbarkeit die Hand von Romy Werner. Diese hatte im Herbst 2015 angesichts der Turbulenzen im Haus des Gastes ihr Kündigung eingereicht.

Romy Werner hatte viele Jahre lang zusammen mit Erika Richling, Elsa Hölzke, Beate Schargott und Angela Brühl die Müllroser Ostereierausstellung gestaltet. Dabei sind Freundschaften entstanden, die bis heute halten. "Wir haben so lange mit Romy Werner gut zusammengearbeitet", hatte Erika Richling im Herbst 2015 gesagt. Heute verfolge sie immer noch die Meldungen über kulturelle Veranstaltungen in der Stadt, dabei bedauerte sie, dass es jetzt keine Frühlingsschau mehr gebe.

Was bleibt, ist der Dank der Stadt Müllrose an Erika Richling für ihr jahrelanges Engagement "zum Wohle unserer Kommune", sagte Detlef Meine. Er sei gerne an diesem 85. Geburtstag gekommen, um diese Worte an die Jubilarin zu richten.

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