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Ein halb umgestürzter Baum droht in Aurith die Telefonleitung zu kappen

Gefährliche Hängepartie

Besorgt: Anwohner Steffen Blum zeigt den Baum, der die Telefonleitung bedroht.
Besorgt: Anwohner Steffen Blum zeigt den Baum, der die Telefonleitung bedroht. © Foto: MOZ/Hubertus Rößler
Hubertus Rößler / 17.02.2017, 07:51 Uhr
Aurith (MOZ) Ein Baum droht in der Dorfstraße in Aurith auf die Telefonleitung zu stürzen. Ein besorgter Anwohner meldete den Vorfall vor einem Monat den Behörden, doch passiert ist bislang noch nichts.

Steffen Blum aus Aurith ist besorgt. Vor seinem Nachbargrundstück, das seit Jahren brachliegt, droht ein halb umgefallener Baum auf die Telefonleitung zu stürzen. "Der Baum steht an einem Entwässerungsgraben und hängt nur noch an den Zweigen eines daneben stehenden Baumes. Wenn die Zweige durch die Last oder einen Sturm abbrechen, fällt der Baum in die Telefonleitung und halb Aurith hat keine Telefon- und Internetverbindung mehr", sagt Blum.

Der Rentner hatte den Fall bereits vor einem Monat dem Internetportal Maerker gemeldet. "Bitte beseitigen Sie die Gefahr zeitnah", schreibt er auf der Internetseite. Doch passiert ist bislang nichts. "In den nächsten Tagen soll es stürmisch werden, dann steigt auch die Gefahr, dass der Baum umfällt", befürchtet Blum. Dies sei vor einigen Jahren schon einmal passiert. "Die Reparatur der Leitungen dauerte mindestens zwei Tage. Ein anderes Mal habe ich selber Hand angelegt und mit schwerem Gerät die gröbste Gefahr beseitigt", erzählt der frühere Bauunternehmer.

Er habe das Problem schon mehrmals dem Amt Brieskow-Finkenheerd sowie dem Wasser- und Bodenverband Schlaubetal Oderauen gemeldet, der für die Entwässerungsgräben zuständig ist. "Doch da wird man nur beruhigt, dass sich jemand kümmert - und dabei bleibt es dann. Oder jeder verweist nur auf den anderen. Seit ich vor über zehn Jahren hergezogen bin, wurde nichts gemacht. Das Problem kommt auch daher, dass die Kopfweiden auf fünf, sechs Meter Höhe beschnitten wurden. Daher herrscht ein regelrechtes Chaos", berichtet der Aurither. Zwar seien im vorigen Jahr immerhin einige Äste weggeschnitten worden, doch grundlegend werde nichts getan.

Dem Wasser- und Bodenverband ist der Vorfall nicht bekannt. "Wir haben dazu keine Meldung erhalten. Abgesehen davon sind wir ohnehin nur für den Wasserabfluss innerhalb der Gräben zuständig. Für die Verkehrssicherheit ist der Grundstückseigentümer verantwortlich", erklärt Geschäftsführer Andreas Persicke. Auch beim Amt Brieskow-Finkenheerd hat man von dem Fall noch nichts gehört. "Darüber liegen uns keine Informationen vor", heißt es aus der Amtsverwaltung.

Steffen Blum kann das nach seiner Meldung nicht nachvollziehen. Er hofft, dass die gefährliche Hängepartie schnell beendet wird. "Mal abgesehen von den Telefonleitungen spielen auf der Wiese direkt unterhalb des betroffenen Baumes auch regelmäßig Kinder. Hier ist wirklich Gefahr im Verzug", sagt er.

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