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Nach Jahren ohne wird in Fredersdorf-Vogelsdorf an einer neuen Stellplatzsatzung gearbeitet

Mehr Ordnung am Straßenrand

Gedränge am Straßenrand: Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer soll eine Stellplatzsatzung bringen.
Gedränge am Straßenrand: Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer soll eine Stellplatzsatzung bringen. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Irina Voigt / 17.02.2017, 07:53 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Die Einsicht kommt spät, aber nun herrscht in Fredersdorf-Vogelsdorf die Ansicht, dass es ohne eine Stellplatzsatzung an den Straßenrändern und auf Grünstreifen zu eng und gefährlich geworden ist. Den Ortsentwicklungs- und Bauausschuss hat eine neue Stellplatz- und Stellplatzablösesatzung bereits passiert.

Nachdem sich die Gemeindevertreter 2011 von der bis dahin geltenden Satzung verabschiedet hatten, machten sich die Auswirkungen negativ bemerkbar. Die Gemeinde ist eine der ganz wenigen weit und breit, in denen es keine Stellplatzsatzung gibt.

In manch einer Straße ist nun kein Durchkommen mehr, weil sämtliche Fahrzeuge am Straßenrand oder aber - was viel schlimmer ist - auf dem Gehweg geparkt werden. Die Häuslebauer und Unternehmer, die nach 2011 gebaut haben, brauchten nämlich keine Stellplätze auf ihren Grundstücken nachzuweisen. So kommt es, dass beispielsweise für ein Zweifamilienhaus die Plätze vor der Tür für die meist drei bis vier Fahrzeuge nicht mehr ausreichen, dass Kunden von Unternehmen Probleme haben, ihr Fahrzeug abzustellen.

Jetzt ist von der Gemeindeverwaltung eine neue Stellplatzsatzung auf den Weg gebracht worden und hat die Fachausschüsse erfolgreich passiert. Dann könnte die Fehlentscheidung in der Form wieder ausgebügelt werden, indem bei Änderungswünschen auch eine entsprechende Anzahl von Stellplätzen nachgewiesen werden müsse.

Im Fachausschuss ging es in der Diskussion vor allem um die Höhe der Ablösesumme, wenn ein Bauherr keine Stellplätze bauen kann oder will. Regine Schuhr hatte sich die Mühe gemacht, die Fredersdorf-Vogelsdorfer Ansätze mit denen in anderen Orten zu vergleichen. Im Strausberger Ortsteil Hohenstein beispielsweise müssten 2500 Euro Ablöse gezahlt werden. In der weit größeren, dicht besiedelten S-Bahngemeinde seien 2250 Euro in Ansatz gebracht worden. Das fände sie viel zu wenig, sagte die sachkundige Einwohnerin. Auch angesichts der gestiegenen Bodenpreise müsste da nachgebessert werden, um zu vermeiden, dass es preiswerter wäre, Ablösesummen zu zahlen, als Stellplätze auszuweisen. Für diesen Vorschlag bekam sie aber keine Mehrheit.

In kommunalen Stellplatzsatzungen ist geregelt, wie viele Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Fahrräder beim Neubau eines Gebäudes auf dem Grundstück oder in der Nähe nachgewiesen werden müssen. Die Zahl der vorgeschriebenen Stellplätze hängt von der Nutzung des Gebäudes und von der Zahl der Nutzer ab.

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