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Buckows Stadtverordnete schicken Vorentwurf des B-Plans "Ferienhausgebiet am Weinbergsweg" auf den Weg

Urlaubssiedlung statt einer Ruine

Gabriele Rataj / 17.02.2017, 07:57 Uhr
Buckow (MOZ) Mehrheitlich ist am Mittwoch der Vorentwurf zum B-Plan "Weinbergsweg" von den Stadtverordneten gebilligt worden. Erst einen Bebauungsplan zur Genehmigungsreife bringen, dann Investoren dazu finden - zu dieser Reihenfolge hatten sie sich im Vorjahr bekannt.

45 ein- bis dreigeschossige Ferienhäuser auf dem Sandberg am Weinbergsweg, auf drei Flächen aufgeteilt, als Einzel- oder Doppelhaus, mit Durchblicken, einer Einbahnstraße zur Erschließung und Grün im Zentrum - das sieht, kurz gefasst, der Vorentwurf des Bebauungsplanes für diesen Standort vor. Optisch gesehen, in jedem Fall eine Verbesserung. Denn der Anblick der fünfstöckigen Ruine am Ortseingang von Buckow ist für Kurort-Liebhaber besonders in der laublosen Jahreszeit nur schwer zu ertragen.

Seit mehr als 20 Jahren siecht das dort stehende frühere FDGB-Bettenhaus ebenso dahin wie das darunter befindliche Fontane-Heim am Schermützelsee-Ufer. Seit vergangenem Jahr aber hoffen Stadtverordnete und Bürger auf eine erneute und endlich reale Chance, den Missstand in naher Zukunft verändern zu können. Die Schwierigkeit dabei: Das Areal liegt nicht nur im Außenbereich, sondern überdies im Naturpark.

Weil Buckow in zwei Jahrzehnten mit Interesse signalisierenden Investoren stets Schiffbruch erlitt, wird jetzt mit den Projektentwicklern Matthias Wegner und Andreas Frentz ein anderer Weg beschritten: Zunächst Genehmigungsreife für den B-Plan "Ferienhausgebiet am Weinbergsweg", um auf dieser Basis Bauherren zu finden.

Denn "wir wissen, was Investoren anspricht", bezog sich Wegner am Mittwoch zum Tagesordnungspunkt "Billigung des Vorentwurfs" auf eigene Vorarbeiten für denselben Standort im Auftrag entschwundener Investoren, auf denen man sitzen blieb. Der Bauantrag liege ja noch ruhend beim Landkreis, erinnerte der Projektentwickler am MOZ-Telefon an den erzielten Konsens einer großen Runde beim Landkreis, wozu u. a. geringere Bauhöhe gehörte.

Gemäß Optionsvertrag mit der Stadt finanziert die Projektentwicklung das gesamte Prozedere zum Erlangen der Baureife vor und erhält erst dann Honorar. Daher hatten die Projektentwickler im Herbst die Vorplanungen für das Gebiet auf dem Sandberg auf Eis gelegt, um erst zu erkunden, "wie das Land darüber denkt".

Man sei dazu auf politischer Ebene, bei Landtagsabgeordneten, in Potsdam unterwegs gewesen, so wie auch Amtsdirektor und Bürgermeister zeitgleich auf Ministeriumsebene wirkten, erklärte Wegner in der Sitzung.Man habe volles Verständnis für das Projekt erfahren, Unterstützung zugesagt bekommen, hieß es am Mittwoch. Damit wage man sich nun in das Genehmigungsprozedere.

Mit Fragen zum mehrfach besprochenen Entwurf hakte vor allem Gerhard Richter (Linke) u. a. zu Geschosszahl (in Brandenburg gilt ausgebautes Dach- als Vollgeschoss), Grünordnungsplan oder späterer Mischnutzung der Bebauung auch für Buckower Bürger (ist angedacht) nach, bevor den B-Plan-Entwurf mehrheitlich beschlossen wurde.

Anschließend richtete Matthias Wegner den Blick noch auf das ehemalige Fontaneheim, das die Stadtverordneten in räumlich-funktionalem Zusammenhang mit dem Ferienhausgebiet und der Neuordnung der Strandpromenade betrachtet wissen wollen. Demnach soll der Baukörper von der Straße Richtung See verrückt, damit tiefer gegründet werden und so niedriger erscheinen. Um die Gebäudefront zu entzerren, wird das Haus in unterschiedliche, aber zusammenhängende Segmente geteilt.

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