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Gartenmesse:Vom Wildpfirsich bis zum Rosenlikör

Biopflanzen für die Blütenküche bietet Jörg Rauch von der Naturlandgärtnerei Rauch.
Biopflanzen für die Blütenküche bietet Jörg Rauch von der Naturlandgärtnerei Rauch. © Foto: Daniela Incoronato
Maria Neuendorff / 17.02.2017, 09:00 Uhr
Berlin (MOZ) Am Wochenende zieht in die alten Bahnhallen am Kreuzberger Gleisdreieck der Frühling ein. Auf der Messe "Gartenträume" präsentieren von Freitag bis Sonntag mehr als 100 regionale und internationale Aussteller ihre Pflanzen in farbenprächtigen Modellgärten. "Der Trend sind in diesem Jahr Bio-Pflanzen für die Blütenküche", sagt Messesprecherin Susanne Schneider-Kettelför. So wird eine Rosenschule aus der Uckermark essbare Bio-Rosen anbieten. "Ihre Blüten verfeinern nicht nur Gerichte. Aus ihnen werden auch Likör, Essig, Gelee, verschiedene Teesorten und Lippenbalsam hergestellt", erklärt die Sprecherin.

Neben der "Uckermärker Küchenrose" können Besucher auf der Blumenschau auch an der Damaszener-Rose schnüffeln. Ihre ätherischen Öle werden bei Aroma-Therapien eingesetzt und sollen eine heilsame Wirkung unter anderem bei Geschwüren und Entzündungen haben.

Auf essbare Bio-Pflanzen ist inzwischen auch die Naturlandgärtnerei Rauch aus Niedersachsen spezialisiert. Jörg Rauch gilt als wunderbarer Geschichtenerzähler. Gerne erklärt der Züchter Messebesuchern, wie er seinen "kernechten Wildpfirsich" entdeckt hat. Eine schon äußerst betagte Gärtnerin hatte die Frucht vor 50 Jahren von Sauen in Brandenburg nach Celle gebracht, wo sie Rauch vor einigen Jahren wiederentdeckte und seitdem anbaut. "Die kleinen Pfirsiche mit tollem Aroma tragen nach zwei Jahren erste Früchte und sind besonders resistent gegen Krankheiten", erklärt der Bio-Gärtner. In seinem Betrieb züchtet Rauch auch "Duftnesseln", die er wegen ihrer aufhellenden Wirkung als Gute-Laune-Pflanze bezeichnet. "Mit ihren bunten Farben sind sie aber auch ein wahres Bienen-, Schmetterlinge- und Hummel-Wunder", schwärmt Rauch.

Die Bioland-Baumschule Wetzel bietet auf der Messe die Veredlung von Obstbäumen an. "Besucher können die einjährigen Triebe ihres Lieblingsbaumes mitbringen und ihren neuen Obstbaum plus Anleitung zur Pflege gleich wieder mitnehmen", verspricht der Betreiber der einzigen Biolandbaumschule aus dem Rhein-Neckar-Raum.

Auf der dreitägigen Messe kann man zudem Möbel für Garten, Terrasse und Balkone ansehen und kaufen. Zum wiederholten Mal dabei ist Berding Beton aus Rüdersdorf (Märkisch-Oderland), das neue Materialien für Terrassenanlagen und Gartengestaltung präsentieren will. Die Betonplatten in Naturholzoptik gelten als leicht zu reinigen, frostbeständig und langlebig. Das Brandenburger Unternehmen wird auch Hochbeete, Outdoor-Küchen, Gartenmauern, Sichtschutzelemente und Grillkamine präsentieren.

Neben seinen Produkten will der Betonbauer an einem weiteren Stand für den Museumspark Rüdersdorf werben und etwas über die jahrhundertelange Tradition des Kalksteinabbaus in der Region erzählen.

Um nachhaltiges Gärtnern geht es bei Nino Lettrari. Der Permakultur-Designer hat schon zahlreiche große und kleine Gärten in Brandenburg nach den ganzheitlichen Kreisläufen der Natur angelegt. Auch bei ihm steht der Nahrungsmittelanbau im Mittelpunkt. Seine Erdgewächshäuser nutzen beispielsweise die Isolierung durch den Boden. So können Pflanzen bereits ab Februar vorkultiviert werden. Totholzhecken aus dem Schnitt von Bäumen werden bei Lettrari zu Lebensräumen für viele Tiere. "Die Natur ist Vorbild bei dieser ganzheitlichen Planung und Gestaltung", erklärt der Gartenkünstler.

Besucher können aber auch vertikale Pflanzenwände, eine Skulpturen-Ausstellung und einen Feng-Shui-Garten bestaunen. Experten halten zudem an allen drei Tagen Vorträge und laden zu Workshops und Gewinnspielen ein.

"Gartenträume" in der STATION Berlin, Luckenwalder Straße 4, in Kreuzberg, Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Eintritt neun Euro/Rentner acht Euro, Kinder bis zwölf Jahre ein Euro/bis vier Jahre frei

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